Vitamin C und OPC – der Zusammenhang von zwei starken Stoffen verständlich erklärt

Zusammenspiel zwischen OPC und Vitamin C

OPC gilt als einer der elementaren Gegenspieler der schädlichen freien Radikale. Wie Sie aus unserem Test zu den sechs besten OPC Produkten bereits herausfinden konnten, spielte in diesem Test eine Rolle, ob und in welcher Form Vitamin C enthalten ist. Das kam keinesfalls unbegründet zustande, denn Vitamin C und OPC wirken ausgesprochen gut in Kombination zueinander, da vor allem das Vitamin C den positiven Effekt vom OPC noch einmal multipliziert. Nachfolgend soll einmal näher auf diesen Umstand und was er für Sie als Verbraucher bedeutet eingegangen werden.

Warum Vitamin C so wichtig ist

Dass Vitamin C das wohl wichtigste Vitamin für den Menschen ist, ist mit Sicherheit kein Geheimnis mehr. So ziemlich jeder Mensch kennt Vitamin C und achtet für gewöhnlich sensibel auf eine mehr oder weniger regelmäßige Einnahme davon, beispielsweise in Form von Obst oder über Säfte beziehungsweise Nahrungsergänzungsmittel. Vitamin C selbst ist ausgesprochen wichtig für den Organismus, da es unter anderem das Immunsystem stärkt und außerdem für gesunde Zellen sorgt.

Der positive Effekt, dass die Abwehrstoffe und damit das Immunsystem vom Menschen verbessert werden, ist unumstritten und vielfach wissenschaftlich bewiesen. Ebenso bekannt sind auch die Symptome, die bei einem Mangel an Vitamin C auftreten können. So wird der Körper anfälliger gegenüber Erkrankungen, brauch länger um diese auszukurieren und kann außerdem an anderer Stelle Schaden nehmen, da die Zellen nicht mehr gestärkt werden und sich zugleich langsamer regenerieren. Beides ist folglich wichtig:

  • um die Zellen zu schützen
  • um die Regeneration dieser positiv zu beeinflussen
  • für eine Förderung des Energiestoffwechsels
  • für eine gesunde Kollagenbildung
  • damit Knorpel, Knochen, Haut und Blutgefäße eine normale Funktion abliefern
  • zur Stärkung des Immunsystems
  • zur Bindung von freien Radikalen

Tritt eine dauerhafte Unterversorgung mit Vitamin C auf, sind beispielsweise Beschwerden an den Muskeln, der Schleimhaut oder der Haut keine Seltenheit. Ein wichtiger Indikator für eine Unterversorgung mit Vitamin C ist außerdem blutendes Zahnfleisch. Von diesem waren in früheren Zeiten insbesondere Seefahrer betroffen, weil diese keine frischen Lebensmittel an Board hatten und es damals zudem noch keine Präparate gab, um den Bedarf an anderer Stelle auszugleichen. Für die Gefäße und das Herz ist es ebenso wichtig für die Isolierung von freien Radikalen.

Gibt es Risikogruppen für eine Unterversorgung mit Vitamin C?

Die gibt es durchaus. Das sind beispielsweise Raucher, Menschen mit chronischen Erkrankungen oder einer Immunschwäche. Ebenso haben Studien ergeben, dass vor allem Menschen mit häufigen Magenbeschwerden und Durchfällen schnell unter einem Vitamin C Mangel leiden, da der Körper dieses nicht lange genug verdauen und verarbeiten kann. Schwangere laufen nicht unbedingt Gefahr in einen Mangel zu geraten, müssen aber berücksichtigen, dass zwei Menschen mit Vitamin C versorgt werden. Deshalb wird schwangeren Frauen wenig überraschend immer wieder von Ärzten geraten, ihre Vitamin-C-Zufuhr sehr genau im Blick zu behalten.

So entsteht das Zusammenspiel zwischen OPC und Vitamin C in der Praxis

Aus der obigen Erklärung ist Ihnen vielleicht schon ein Zusammenhang aufgefallen: Beide Stoffe haben eine positive Wirkung auf das Immunsystem, fördern die Zellbildung und gelten zugleich als Fänger von freien Radikalen. Der größte Vorteil daraus entsteht deshalb, weil sich beide Stoffe gewissermaßen miteinander multiplizieren. So ist OPC als Fänger von freien Radikalen mit seinen antioxidativen Eigenschaften wesentlich "erfolgreicher" als Vitamin C, obwohl dieses ebenfalls freie Radikale bindet. Das OPC wirkt nun so auf das Vitamin C, dass dessen antioxidativen Eigenschaften noch einmal verstärkt werden.

Außerdem hat OPC aus dem Extrakt des Traubenkerns regenerierende Eigenschaften, die ebenfalls in direkter Art und Weise auf das Vitamin C einwirken. Solche Moleküle nämlich, die bereits "verbraucht" worden und demnach nicht mehr aktiv sind, können durch das OPC neu aktiviert und demnach regeneriert werden. Das Vitamin C bleibt damit länger im Körper und erzielt einen größeren Effekt, als wenn diese nicht mehr aktiven Moleküle fortan einfach keine Arbeit mehr leisten würden. Diese Re-Aktivierung sorgt dafür, dass das Vitamin C im Gegenzug noch besser das Immunsystem stärkt oder beispielsweise noch effizienter freie Radikale bindet.

Auf der anderen Seite besitzt auch Vitamin C positive Eigenschaften gegenüber OPC und kann dessen Wirkung verstärken. Die antioxidative Wirkung von den Traubenkernextrakten wird also ebenfalls gesteigert. Um das einmal in Zahlen auszudrücken: Gemeinhin gehen Hersteller und Fachleute davon aus, dass OPC eine 20-mal höhere antioxidative Wirkung erzielt, als das beim klassischen Vitamin C der Fall ist. Zugleich wirkt OPC rund 40-50-Mal so effektiv wie Vitamin E der Klassen 2,3 und 4. Durch die Kombination mit Vitamin C kann dessen Wirkung um das bis zu 10-fache gesteigert werden.

Diese Synergien führen unter anderem dazu, dass der Mensch weniger Vitamin C aufnehmen muss, als ohne das OPC. Das ist deshalb wichtig, weil der Tagesbedarf an Vitamin C ohne zusätzliche Präparate nicht unbedingt immer zu decken ist, außer man hat wirklich eine ganz besonders große Vorliebe für Obst. Das Vitamin C aus Säften wirkt nicht immer identisch zu den Vitaminen aus Obst und erreicht deshalb mitunter ebenfalls nicht die Tagesmenge.

Kurzum lässt sich folglich sagen: Vitamin C wird in seiner Wirkung vielfach durch das OPC gestärkt, während das Vitamin C selbst im Gegenzug die Gefäßschutzwirkung vom OPC steigert. Beides in Kombination führt außerdem dazu, dass beide Stoffe auch länger im Körper verbleiben und ihre positiven Effekte daher voll entfalten können.

Gibt es Studien, die diese Wechselwirkung unter die Lupe genommen haben?

Natürlich ist auch Forschern das Zusammenspiel zwischen Vitamin C und OPC nicht unbekannt. Ganz im Gegenteil sogar, denn Wissenschaftler und Mediziner versprechen sich dadurch gleichermaßen eine Steigerung von bereits vorhandenen Vitamin C Präparaten. Deshalb haben sich einige Wissenschaftler dieses Zusammenspiel einmal genauer angesehen. Leider ist aber auch hier zu sagen, dass die Studien längst nicht so umfassend und zahlreich sind, wie sie ein Mittel wie OPC wahrscheinlich verdient hätte. Es zeigt aber im Gegenzug deutlich, dass das Phänomen OPC an den Medizinern und führenden Forschern keinesfalls vorbeizieht.

Eine im Jahr 1998 erhobene Crossover-Studie fand heraus, dass OPC Extrakte den Wirkungsumfang von antioxidativen Stoffen im Körper steigern können. Forscher haben eine Steigerung von 10 Prozent gemessen, was wiederum bedeutet, dass auch Vitamin C um 10 Prozent besser wirkt, als wenn es ohne OPC Extrakte eingenommen wird. Die Studie ist hier in englischer Sprache verfügbar: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9875688

Eine an der Creighton University, Omaha durchgeführte Studie widmete sich spezifisch dem Zusammenhang zwischen Vitamin C und Vitamin E mit OPC beziehungsweise Traubenkernextrakten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die Extrakte des Traubenkerns eine wesentlich höhere antioxidative Wirkung besitzen. Ebenfalls ließen sich Synergieeffekte messen, welche die Annahme unterstützen, dass sowohl Vitamin C als auch Vitamin E durch das OPC in ihrer Wirkung gestärkt werden. Die Studie ist in englischer Sprache hier verfügbar: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/9090754

Daneben gibt es noch reichlich andere Studien, die sich generell mit der Wirkung von OPC befassen. So auch eine Doppel-Blind-Studie aus dem Jahre 2015, welche in Printmedien veröffentlicht wurde. Diese ermittelte die Schutzfähigkeit von OPC im menschlichen Körper und stellte sie in direkter Kombination zu Vitamin C, wobei auch hier ein positiver Synergieeffekt auszumachen war, der die Stärkung der antioxidativen Eigenschaften vom Vitamin C unterstreicht.

Was gilt es beim Kauf von Kombipräparaten zu berücksichtigen?

Wenn Sie Interesse an solchen Kombipräparaten haben, bei denen Vitamin C (oder noch andere Vitamine) und OPC miteinander kombiniert werden, sollten Sie vor allem zwei Sachen wissen. Einerseits gibt es natürlich gewonnene Vitamin und synthetische Vitamine. Eines nicht zwingend schlechter als das Andere, jedoch sollten Sie auf natürliche Vitamine achten, wenn Sie hohen Wert auf die Natürlichkeit des Produktes legen.

Wichtiger ist noch ein Umstand, der im Institut für Lebensmittelchemie an der TU Braunschweig identifiziert wurde. Da sowohl OPC als auch Vitamin C zueinander Synergieeffekte vorweisen, können die Angaben bei Kombipräparaten verfälscht sein. Der tatsächliche Vitamin C oder auch der OPC Gehalt sind somit in der Realität niedriger, werden aber höher auf der Verpackung deklariert, da die Synergieeffekte dafür verantwortlich sind. Die Art des Analyseverfahrens spielt im Zuge dessen ebenfalls eine Rolle. Beim modernen HPLC-Verfahren (Diolphase) wird der Synergieeffekt bereits berücksichtigt.

Die Forscher an der TU Braunschweig stellten im Zuge dessen fest, dass die tatsächliche OPC-Menge bei den Kombiprodukten meist lediglich einen Bruchteil (5) im Verhältnis zur deklarierten Wirkstoffmenge beträgt. Das ergibt sich unter anderem bedingt durch die Synergieeffekte, aber auch durch ältere Analysemethoden, welche für Produkte mit Vitamin C und OPC nicht geeignet sind. Wenn Sie sich ganz sicher sein möchten, sollten Sie also darauf achten, dass der Hersteller oder ein unabhängiger Dritter das Produkt nach der HPLC-Bestimmung geprüft hat.

Zugleich besteht immer die Möglichkeit, dass Sie sich für ein Präparat entscheiden, welches lediglich OPC enthält, während Sie Ihren Vitaminbedarf anderweitig durch frisches Obst decken. Dann können Sie zumindest sicher sein, dass die deklarierte Menge OPC in der Kapsel (oder anderen Produkten) tatsächlich auch dem zugenommenen Wert entspricht.

Wann findet eine neue Deklarierung bezüglich der Vitamin C Synergie statt?

Bis dato existieren vom Gesetzgeber dahingehend keine Vorgaben. Es ist aus Sicht der Hersteller also völlig ausreichend, wenn diese ein etabliertes Verfahren zur Analyse nutzen oder dieses von Dritten verwendet wird, deren Angaben dann auf die Verpackung gelangen. Dagegen ist pauschal auch nichts einzuwenden, denn solange kein Vitamin C beigemischt wird, gelten diese Verfahren als sehr verlässlich. Zusammen mit Vitamin C liefert aber nur die HPLC-Bestimmung exakte Werte.

Zwar wird diese Bestimmung bereits von einigen Laboren und Instituten angeboten, es liegt den Herstellern aber frei, das zu nutzen. Deshalb ist nicht davon auszugehen, dass sich in naher Zukunft die Deklarierung der Mengenangabe auf der Verpackung selbst verändern wird. Für Verbraucher bleibt im Zuge dessen nichts anderes übrig, als Vitamin C separat zu sich zu nehmen, am besten direkt nachdem das OPC Produkt eingenommen wurde.

Die HPLC Bestimmung hat noch einen weiteren Vorteil: Durch diese lassen sich exakte Aussagen zum Gehalt an Proanthocyanidinen machen. Die einzelnen Gruppen, beispielsweise Dimere, Tetramere oder Trimere, können somit sehr exakt definiert werden. Das ist deshalb wichtig, weil sich so konkrete Aussagen zur Bioverfügbarkeit der OPC-Moleküle treffen lassen. Nach aktuellem Stand der Wissenschaft sind es lediglich die dimeren bis tetrameren Gruppen, welche für den Körper des Menschen als bioverfügbar gelten.

Was gilt es bei Synergieeffekten zu beachten?

Synergieeffekt zwischen OPC und Vitamin C

Die Synergieeffekte sorgen nicht pauschal dafür, dass sich Vitamin C oder OPC im Körper kontinuierlich vermehrt. Viel mehr garantieren diese nur, dass beide Stoffe wirklich am Maximum ihres Potentials arbeiten können. Medizinische Studien haben hinsichtlich des Traubenkernextraktes keine Toxizität bei typischen Einnahmemengen von 200 bis 400 mg täglich feststellen können.

Wichtig ist aber, dass Vitamin C nicht die Struktur von OPC verändert. Wer also an einer bekannten Traubenallergie leidet, sollte pauschal kein OPC zu sich nehmen, egal ob dieses mit Vitamin C angereichert wurde oder eben nicht. Ebenfalls ist speziell bei Kombinationen aus Vitamin C und OPC darauf zu achten, dass diese kardioprotektive Vorteile mit sich bringen, unter anderem wird beispielsweise das Risiko einer Verkalkung der Arterien reduziert. Wer jedoch dauerhaft Blutverdünner nimmt oder diese aktuell wegen einer bestimmten Krankheit vom Arzt aus nehmen muss, sollte sowohl Kombiprodukte als auch die Einnahme von reinem OPC im Vorfeld mit dem Arzt besprechen.

Andere Wechselwirkungen, abseits von speziell Vitamin C und OPC, wurden bis dato noch nicht hinreichend untersucht und dokumentiert. Es ist zwar davon auszugehen, dass OPC auch mit anderen Stoffen wunderbar harmoniert, im Zweifelsfalls sollten Sie bei Nebenwirkungen aber das Produkt aussetzen und zu einem späteren Zeitpunkt wieder aufnehmen. So können Sie feststellen, ob die Nebenwirkungen tatsächlich einen Zusammenhang zu OPC beziehungsweise dem Produkt vorweisen konnten.

Wie schon Vitamin C, kann sich OPC übrigens positiv auf den Blutdruck auswirken, wie Wissenschaftlicher ebenfalls bereits in Ansätzen untersucht haben.

Fazit: Eine starke Kombination sind Vitamin C und OPC in jedem Fall!

An den vielen positiven Synergieeffekten zwischen Vitamin C und OPC besteht kein Zweifel. Das zeigen nicht nur Studien, sondern ebenso die Erfahrungen anderer Kunden im Umgang mit OPC. Die größte Hürde ist die Deklarierung der Dosiermenge, da die Wechselwirkung bei älteren Analyseverfahren dazu führt, dass der OPC-Gehalt verfälscht wird. Dennoch sind Kombipräparate ohne Einschränkungen zu empfehlen, insbesondere wenn diese Vitamine aus natürlichen Quellen und entsprechend hoch dosiertes, reines OPC enthalten. Wer ganz auf "Nummer sicher" gehen möchte, kann stattdessen zu reinen OPC-Produkten greifen und zeitgleich Vitamin C über andere Präparate oder Obst hinzuführen, um die vorteilhaften Synergieeffekte beider Stoffe voll auszuschöpfen!

Bewerten Sie diese Recherche
[Total: 0 Durchschnitt: 0]
Chefredaktion

    Chefredaktion

    Als Chefredaktion von TrueHealth.org haben wir nicht nur jahrelange Erfahrungen in den Bereichen der ausführlichen Recherchen, Faktenprüfungen und Analysen vorzuweisen, sondern auch an wissenschaftlichen Texten arbeiten können, die uns die nötige Expertise für qualitativ hochwertige Untersuchungen und evidenzbasierte Ergebnisse bescheren.

    Hier klicken um einen Kommentar zu hinterlassen

    Kommentar hinterlassen: