Wie wertvoll ist MSM als Nahrungsergänzungsmittel wirklich?

Wie gesund und wertvoll ist MSM wirklich

Schwefel ist für den Menschen unverzichtbar, denn er ist an lebensnotwendigen Funktionen im menschlichen Organismus beteiligt. Da wir ihn in unserem Körper selbst nicht herstellen können, sind wir gezwungen, ihn in ausreichender Menge über die Nahrung aufzunehmen. Allerdings gelingt uns das nicht immer.

Die industrielle Verarbeitung von Lebensmitteln und eine oft unausgewogene Ernährung führen dazu, dass unsere Nahrung zu wenig des essenziellen Stoffes Schwefel enthält. Deshalb müssen wir Schwefel substituieren, zum Beispiel in Form von organischem Schwefel wie MSM, der sich als wertvolles Nahrungsergänzungsmittel anbietet.

Anwendung mit langer Tradition

Schwefel mit langer Tradition

Schwefel wurde schon in der Antike eingesetzt. Zum Beispiel empfahl Plinius der Ältere im 1. Jahrhundert nach Christus, schwefelhaltiges Wasser gegen Ohnmachtsanfälle zu trinken. Tuberkulosepatienten wurde sogar der Aufenthalt in den Schwefeldämpfen von Vesuv und Ätna verordnet. Schwefelsalze wurden als "Sulphur vivum" zum Beispiel bei Hauterkrankungen wie Schuppenflechte eingesetzt. Im 2. Jahrhundert kamen schwefelhaltige Mineralbäder auf, die vor allem bei Koliken und Rheuma angewendet wurden. Sie sollten auch helfen, überschüssige Säfte aus Milz und Leber zu ziehen. Und im 6. Jahrhundert riet der byzantinische Arzt Alexander von Tralleis bei Haarausfall, Husten, Wassersucht und chronischer Mandelentzündung zu schwefelhaltigen Salben. Die Menschen wussten also schon damals von den Kräften des Schwefels.

In der modernen Zeit werden Nahrungsergänzungsmittel mit organischem Schwefel als medizinische Alternative genutzt, wie zum Beispiel MSM in Form von Pulver, Tabletten und Kapseln. Lesen Sie dazu am besten unseren Testbericht zu den besten MSM Pulvern & Kapseln, um mehr darüber zu erfahren.

Wie wird MSM richtig dosiert?

Als absolut unproblematisch gilt eine Tagesdosis von 10 g MSM, wobei schon Dosierungen von 5 bis 6 g pro Tag ausreichen. Sogar bei akuten Problemen wie Hautausschlag, Sportverletzungen und Muskelzerrungen muss nicht mehr MSM eingesetzt werden. Bei langfristiger Einnahme reichen sogar 1,5 bis 3 g täglich aus. Das meint zumindest Dr. Jörg Conradi.

Am besten wird die Menge auf zwei Portionen aufgeteilt, zum Beispiel vormittags und nachmittags. Sie sollten MSM jedoch nicht auf nüchternen Magen einnehmen. Er sollte immer etwas gefüllt sein. So ist es wohl am besten, wenn Sie MSM zwischen den Mahlzeiten einnehmen. Am Abend sollte die Einnahme nicht zu spät erfolgen, da MSM durchaus ein Muntermacher ist und auch häufig bei Müdigkeitserscheinungen eingesetzt wird.

Unser Körper braucht organischen Schwefel

Unser Körper braucht organischen Schwefel, den wir in Form von MSM zu uns nehmen können. MSM steht als Abkürzung für Methylsulfonylmethan. Der Stoff ist auch als Dimethylsulfon bekannt. Diese organische Schwefelverbindung kann den menschlichen Körper in einfacher Art und Weise mit natürlichem Schwefel versorgen. In Menschen kommen nur insgesamt 0,2 % Schwefel vor. Das klingt recht wenig. Doch betrachten wir die Menge im Verhältnis zu den anderen Elementen im Körper des Menschen, erkennen wir erst, wie wichtig organischer Schwefel ist. Allerdings sind viele Menschen der Meinung, dass in unserer täglichen Nahrung genügend Schwefel enthalten ist. Aber immer häufiger tritt Schwefelmangel auf, der sich in Form von Entzündungen, fahle Haut, spröden Haaren, Leberbeschwerden, brüchigen Fingernägeln und schlaffem Bindegewebe ausdrückt. Leider gilt Schwefel ernährungswissenschaftlich am wenigsten erforscht.

MSM für gutes Körpereiweiß

MSM und Glutathion

MSM ist in unserem Körper an der Produktion vieler körpereigener Stoffe beteiligt, wie zum Beispiel von Hormonen wie Insulin, von Enzymen, von lebenswichtigen Aminosäuren wie Methionin, Cystein und Taurin und von unserer körpereigenen Antioxidans Glutathion. Fehlt Schwefel in unserem Körper, so kann Glutathion als gute Hilfe gegen freie Radikale seine Arbeit nicht mehr leisten. Dabei ist Glutathion eines der stärksten Antioxidantien, die es gibt. Wenn der Mensch aufgrund eines Mangels an Schwefel kein Glutathion herstellen kann, leidet er unter starkem oxidativen Stress. Ebenso wird das Immunsystem in Mitleidenschaft gezogen, da es jetzt viel mehr arbeiten muss als zuvor.

Gemeinsam mit anderen wichtigen Aminosäuren werden schwefelhaltige Aminosäuren für den Aufbau unseres körpereigenen Eiweißes benötigt. Wichtige Bindungen zwischen 2 Schwefelteilchen, sogenannte Schwefelbrücken, legen die räumliche Struktur der Eiweiße und Enzyme in unserem Körper fest. Fehlen die Schwefelbrücken, entstehen immer noch Eiweiße und Enzyme, aber ihre räumliche Struktur ist eine andere und sie sind nicht mehr biologisch aktiv. Das bedeutet diese Eiweiße und Enzyme können ihre Funktionen im menschlichen Körper nicht mehr erfüllen. Sobald der menschliche Organismus wieder mit Schwefel versorgt wird, bilden sich in den Eiweißen und Enzymen wieder Schwefelbrücken aus.

Organischer Schwefel MSM für wichtige Körperfunktionen

Da MSM die Durchlässigkeit der Zellmembran erhöhen kann, fördert es den Abtransport von Abfallstoffen wie zum Beispiel überschüssiges Wasser und Schlacken. Darüber hinaus unterstützt MSM das Einschleusen von Vitaminen, Spurenelementen, Aminosäuren und Mineralstoffen in die Zellen.

Linktipp: https://www.klinik-st-georg.de/msm-methyl-sulfonyl-methan/

Fazit

Schwefel wurde schon im Altertum eingesetzt. Heute wird Schwefel in organischer Form verwendet und meist als MSM Nahrungsmittelergänzung angeboten. Auch wenn dem Schwefel in der Forschung bisher nicht so viel Beachtung geschenkt wurde wie anderen Mineralstoffen, so ist er doch eine gute Alternative, um einen Schwefelmangel zu beheben. MSM ist allerdings in Deutschland kein zugelassenes Medikament, sondern wird als Nahrungsergänzungsmittel gehandelt.

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