Magnesium in Schwangerschaft & Stillzeit

Magnesium in Schwangerschaft und Stillzeit

Sowohl die Deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) als auch Ärzte und Ernährungswissenschaftler empfehlen Frauen in der Schwangerschaft und der Stillzeit eine erhöhte Zufuhr an Magnesium. In der Regel verordnen Frauenärzte in Schwangerschaft und Stillzeit ein adäquates Magnesiumpräparat zur Prävention.

Aufgrund der Tatsache, dass in Schwangerschaft und Stillzeit der Magnesiumbedarf aus differenten Gründern erhöht ist und weil für die Gesundheit von Mutter und Kind in den genannten Zeiträumen eine entsprechende Magnesiumversorgung unerlässlich ist, ist es ratsam, auf ein Magnesiumpräparat zurückzugreifen. Oftmals empfehlen Gynäkologen – und zwar von Beginn der Schwangerschaft bis zum Ende der Stillzeit – den erhöhten Magnesiumbedarf durch Nahrungsergänzungsmittel sicherzustellen.

Aus diesen Gründen ist Magnesium unerlässlich

Bei Magnesium handelt es sich um einen Mineralstoff, der in nahezu allen Zellen des Menschen zu finden ist. Dabei werden zwischen 50 und 60 Prozent des körpereigenen Magnesiums in den Zähnen und den Knochen gespeichert. Die verbleibende Menge des Mineralstoffs werden vom menschlichen Organismus benötigt, um lebenswichtige Enzymreaktionen auszuführen. Neben der Erregbarkeit der Nerven und der Muskulatur ist Magnesium zum Beispiel auch für die Regulierung des Energiestoffwechsels notwendig.

Liegt dagegen ein Mangel an Magnesium vor, können differente Beschwerden die Folge sein, von denen Wadenkrämpfe, Durchfall und Kopfschmerzen zweifelsohne noch die harmlosesten sind.

Magnesium beugt vorzeitigen Wehen vor

Während der Schwangerschaft gestalten sich vorrangig die krampfartigen Kontraktionen der Gebärmuttermuskulatur als problematisch, denn durch sie kann es zur Auslösung vorzeitiger Wehen kommen. Frauen, bei denen eine Früh- oder eine Fehlgeburt droht, erhalten aus diesem Grund von ihrem Frauenarzt hochdosierte Magnesiumpräparate.

Durch einen Magnesiummangel kann allerdings noch weiteren Beschwerden vorgebeugt werden. Zu diesen zählen:

  • Müdigkeit
  • Nervosität
  • Schlappheit
  • Schlafstörungen
  • innere Unruhe
  • Frieren

Neben den genannten Symptomen sollten schwangere Frauen auch dann ein Magnesiumpräparat einnehmen, wenn ihr Bauch oft hart wird. Frauen, die schon einmal eine Fehlgeburt erlitten haben, zählen darüber hinaus zu einer Risikogruppe und sollten exakt auf ihre Magnesiumwerte respektive die Magnesiumzufuhr achten.

Die Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung (DGE).

Frauen, die das 25. Lebensjahr erreicht haben, benötigen im Durchschnitt 300 Milligramm Magnesium täglich. Dies zumindest besagt die Empfehlung der DGE. Ist eine Frau Schwanger steigt der tägliche Bedarf an Magnesium auf etwa 310 Milligramm pro Tag. Hierfür sind mehrere Faktoren verantwortlich, wobei die vermehrte Ausscheidung von Magnesium über den Urin aufgrund hormoneller Veränderungen ein Grund ist.

Dem Mineralstoff Magnesium kommt in der Schwangerschaft eine wichtige Bedeutung zu. Während der gesamten Schwangerschaft hat Magnesium facettenreiche Aufgaben, die unverzichtbar für die körperliche Gesundheit sind inne. Wussten Sie, dass ein ungeborenes Baby in den letzten drei Monaten der Schwangerschaft jeden Tag sieben Milligramm Magnesium einlagert? Allein anhand dieser Tatsache wird deutlich, dass aus einem Mangel an Magnesium in der Schwangerschaft für Mutter und Kind gesundheitliche Folgen resultieren können.

Magnesiumabgabe durchs Stillen

Ist das Baby geboren und befinden Sie sich in der Stillzeit, ist Ihr Bedarf an Magnesium noch höher, denn er liegt bei etwa 390 Milligramm pro Tag. Dies ist leicht zu erklären, denn Sie als stillende Frau geben einen Teil des Magnesiums an Ihr Baby weiter.

Magnesium in der Schwangerschaft: Diese Aufgaben kommen dem Mineralstoff zu

Wie bereits kurz angesprochen, hat Magnesium in der Schwangerschaft zahlreiche Funktionen inne. So sorgt der Mineralstoff dafür, dass Sie als werdende Mutter weniger müde sind und nicht so häufig unter Erschöpfung leiden. Darüber hinaus hat Magnesium die Aufgabe, die Zellteilung zu unterstützen und ist einer vitalen Muskelfunktion zuträglich. Auch für eine adäquate Proteinsynthese ist Magnesium von Relevanz.

Aus allen genannten Gründen ist eine ausreichende Zufuhr von Magnesium in Schwangerschaft und Stillzeit unerlässlich. Sie sollten aus diesem Grund auf eine ausgewogene und magnesiumreiche Ernährung achten. Nichtsdestotrotz gestaltet es sich problematisch, die ausreichende Menge des Mineralstoffs allein über die Nahrung zu konsumieren. Dies würde beispielsweise bedeuten, dass Sie pro Tag sieben Bananen oder sogar neun Scheiben Vollkornbrot essen müssten.

Aus diesem Grund sollten Sie – und zwar bereits zu Beginn Ihrer Schwangerschaft – mit Ihrem Gynäkologen über ein passendes Magnesiumpräparat sprechen. Alles Wissenswerte rund um die Einnahme von Magnesiumpräparaten erfahren Sie in unserem großen Produkttest.

Achtung: Reduzieren Sie die Magnesiumzufuhr ab der 36. SSW: Weil ein Baby ab der 36. Schwangerschaftswoche nicht mehr als Frühgeburt gilt, ist es in der Regel ratsam, das während der Schwangerschaft eingenommene Magnesiumpräparat abzusetzen, denn das Magnesium könnte die Geburtswehen hemmen. Bis dato wurde diese Theorie weder veri- noch falsifiziert. Stattdessen herrscht in Wissenschaft und Forschung diesbezüglich eine kontroverse Diskussion. Zahlreiche Hebammen und Ärzte sind der Ansicht, dass richtige Geburtswehen von Magnesiumpräparaten keinesfalls unterbunden werden können. Sie raten jedoch dann zu einer Minimierung der Magnesiumdosis, wenn die schwangere Frau zuvor eine sehr hohe Dosis eingenommen an.

Zudem gilt ganz allgemein: Schwangere Frauen sollten – und zwar ganz gleich, ob sie ein Magnesiumpräparat einnehmen oder nicht – auf ihre Ernährung achten. So kann der Mineralstoff vom menschlichen Organismus aus der Nahrung leichter aufgenommen werden, als durch die Zufuhr eines Nahrungsergänzungsmittels. Zu den sehr magnesiumreichen Nahrungsmitteln zählen neben Nüssen und Mandeln auch grünes Gemüse wie zum Beispiel Mangold und Spinat sowie Haferflocken und Vollkornprodukte.

Zudem gilt: Schwangere und stillende Frauen sollten Magnesiumpräparate ausschließlich nach Rücksprache mit ihrem behandelnden Frauenarzt einnehmen.

Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini ist die Chefredakteurin von TrueHealth.org. Als leitende Journalistin hat sie nicht nur jahrzehntelange Erfahrungen in den Bereichen der ausführlichen Recherchen, Faktenprüfungen und Analysen sammeln können, sondern auch an wissenschaftlichen Texten arbeiten können, die ihr die nötige Expertise für qualitativ hochwertige Untersuchungen bescheren.

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