Kann Kurkuma die Therapie von Gallen- und Leberbeschwerden unterstützen?

Kurkuma als Therapieunterstuetzung bei Leber und Gallenbeschwerden

Die Kurkumaknolle ist aufgrund ihrer zahlreichen Inhaltsstoffe wie Spurenelemente, Mineralstoffe und ätherische Öle eine ideale Ergänzung für eine gesunde Ernährungsweise. Für die Leber ist vor allem das Curcumin von Bedeutung, der biologisch wichtigste Inhaltsstoff von Kurkuma. Curcumin wirkt sich positiv auf die Leber aus und kann bestehende Störungen abmildern.

Entstehung, Ursachen und Symptome von Leber- und Gallenerkrankungen

Gallen- und Lebererkrankungen zeigen sich auf unterschiedliche Weise, von harmlosen Unannehmlichkeiten bis hin zu ernsthaften Bedrohungen.

Die Galle kann ca. 70 ml des in der Leber gebildeten Gallensaftes speichern und eindicken. Sobald sich die Verdauung in Gang setzt, entleert sich die Galle und die Gallenflüssigkeit gelangt in den Zwölffingerdarm. Dort fördert die Galle die Aufnahme fettlöslicher Vitamine und die Verdauung von Fetten.

Die Leber produziert Gallenflüssigkeit und speichert Zucker in Form von Glykogen und gibt ihn als Glukose (Traubenzucker) ins Blut ab, sobald der Zuckerspiegel sinkt. Darüber hinaus wandeln die Leberzellen Eiweiß und Fett in Zucker um und bauen Giftstoffe ab.

Unterschiedliche Erkrankungen können die Funktionen von Leber und Gallenblase einschränken und damit auch die gesamte Verdauung stören. Häufig ist eine verminderte Produktion oder Ausscheidung von Gallensaft die Ursache. Ursachen für den reduzierten Gallenfluss können zum Beispiel Entzündungen im Bereich der Leber, im Bereich der Gallenblase oder Gallensteine sein. Darüber hinaus können auch Tumore und andere Störungen der Leber sowie das sogenannte Reizdarmsyndrom verantwortlich sein. Menschen mit Leber- und Gallenbeschwerden weisen häufig einen fettigen Stuhl auf und haben Bauchschmerzen, Sodbrennen, Völlegefühl, Übelkeit und Erbrechen.

Wie lindert Kurkuma Gallen- und Leberbeschwerden?

Kurkuma verfügt über wichtige Inhaltsstoffe, die dem Menschen helfen können. Neben ätherischen Ölen und Stärke befindet sich vor allem Curcumin in der gelben Knolle. Curcumin gibt der Gelbwurzel, auch Safranwurz oder Gelber Ingwer genannt, die typisch gelbe Farbe und besitzt eine harmonisierende Wirkung auf Leber und Galle. Curcumin besteht aus Curcuminoiden. Nach bisherigem Erkenntnisstand der Wissenschaftler gibt es vier Curcuminoide, und zwar Cyclocurcumin, Curcumin, Bisdemethoxycurcumin und Demethoxycurcumin. Deshalb ist das Curcumin so vielfältig wirksam auf den Organismus des Menschen. Es kann sogar vor Leberzirrhose schützen.

Wirkung des Curcumins

Curcumin wirkt entzündungshemmend, krampflösend und erhöht die Produktion und den Fluss von Gallensaft. Somit lassen sich mit Kurkuma die Beschwerden lindern. Viele Erkrankungen der Leber und der Gallenblase beruhen auf eine herabgesetzte Produktion und Freisetzung des Gallensaftes. Curcumin kann die bestehende Erkrankung abschwächen und durch die vermehrte Gallensaftproduktion zu einer besseren Verdauung von Fett beitragen. Darüber hinaus beruhigen die krampflösenden Eigenschaften des Curcumins die Muskelfasern im Magen-Darm-Bereich.

Kurkuma kann auch Gallensteinen vorbeugen

Gallensteine können sehr schmerzhaft sein. Aber nicht immer verursachen sie Beschwerden. Doch sobald ein Gallenstein einen Gallengang verstopft, kann es sehr unangenehm werden. Eine Gallenkolik ist die Folge. Gallensteine fördern Aufstoßen, Übelkeit und Brechreiz. Außerdem verschlechtern Sie das Wohlbefinden und die Lebensqualität. Wird die Gallenflüssigkeit im Gallengang durch den Gallenstein gestaut, entzündet sich sehr schnell die Gallenblase.

Kurkuma erhöht die Löslichkeit des Gallensaftes, sodass es dem menschlichen Organismus leichter fällt, die für die Gallensteinentwicklung verantwortlichen Substanzen abzubauen. Um Gallensteine effizient zu verhindern, reicht es nicht, nur Kurkuma einzunehmen, sondern eine ausgewogene und gesunde Ernährungsweise und regelmäßige Bewegung an frischer Luft gehören dazu. Bei einem zu hohen Zucker- und Fettkonsum ist eine Ernährungsumstellung notwendig.

Curcumin hat eine positive Kontraktionswirkung auf die Gallenblase

Die traditionelle Annahme, dass Curcumin eine positive Kontraktionswirkung auf die menschliche Gallenblase hat, konnte in einer Studie am Department of Radiology, School of Medicine, Universitas Sumatera Utara, in Indonesien bewiesen werden.

Wie wende ich Kurkuma am besten an?

Beste Anwendung von Kurkuma

Da das im Kurkumagewürz enthaltene Curcumin fettlöslich ist, sollten Sie Kurkuma am besten mit gesunden Ölen oder Fetten kombinieren. Das steigert die Bioverfügbarkeit. Immer, wenn Sie etwas anbraten, können Sie Kurkuma einfach darüber streuen. Zum Beispiel passt Kurkuma sehr gut zu Gemüse-, Kartoffel- und Reisgerichten. Aber auch zu Rührei und Fleisch. Sie können Kurkuma sogar als Ergänzung zur Budwig-Diät einnehmen. Oder Sie genießen Kurkuma in der sogenannten goldenen Milch.

Die Bioverfügbarkeit des Curcumins im Kurkumapulver erhöht sich jedoch nicht nur in Verbindung mit Ölen und Fetten, sondern auch in Verbindung mit Piperin, das im schwarzen Pfeffer enthalten ist.

Die Einnahme von Kurkuma wird in Form von Kapseln oder Presslingen vereinfacht. Einige Produkte enthalten auch Curcumin in Verbindung mit Piperin. Wenn Sie für sich die besten Kurkuma Kapseln finden möchten, sollten Sie sich unsere Kurkuma Testberichte ansehen.

Kurkuma sollten Sie jedoch nicht einnehmen, wenn Sie an Gallensteinen oder an einem Gallenverschluss leiden. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie Kurkuma einnehmen dürfen, konsultieren Sie am besten Ihren Hausarzt.

Fazit

Leber- und Gallenblasenerkrankungen äußern sich sehr unterschiedlich. Dennoch führen sie langfristig zu einer starken Einschränkung der Funktion beider Organe. Zur Behandlung von Gallenblasen- und Lebererkrankungen werden herkömmlich in der Schulmedizin chemische Mittel verschrieben. Zur Vorbeugung und als alternative Behandlungsbegleitung ist Kurkuma empfehlenswert, da es nicht nur entzündungshemmend wirkt, sondern auch die Beschwerden und Symptome lindern und die Genesung beschleunigen kann. Bereits ein halber bis ein Teelöffel pro Tag ist ausreichend.

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