Wimpernbruch und Wimpernausfall – Gründe für den lichter werdenden Wimpernkranz

Gruende fuer Wimpernausfall und Wimpernbruch

Vor allem Frauen wünschen sich volle, dichte Wimpern. Am besten mit atemberaubender Länge, die den Augenaufschlag noch anziehender und verführerischer werden lassen. Sind diese nicht von Natur aus vorhanden, wird oftmals umfassend nachgeholfen. Je lichter und kürzer die Wimpern werden, desto stärker fallen die Gegenmaßnahmen aus.

Aber woran liegt es überhaupt, wenn Wimpern abbrechen, kürzer oder schwächer nachwachsen oder sogar vermehrt ausfallen? Wir sind den Ursachen auf den Grund gegangen.

Mögliche Ursachen für Wimpernbruch und Wimperausfall

Die potentiellen Gründe für den Verlust oder das Abbrechen von Wimpern gestaltet sich ähnlich der Ursachen von Haarbruch und Haarausfall. Bei ihnen handelt es sich unter anderem um:

  • hormonelle Umstellungen oder Schwankungen
  • Stoffwechselerkrankungen
  • Alter
  • Stress
  • Vitamin- und Nährstoffmangel
  • insgesamt ungesunde Lebensweise
  • kreisrunder Haarausfall
  • Nebenwirkungen von Medikamenten
  • Hauterkrankungen
  • Erkrankungen der Schilddrüse
  • medizinische Behandlungen
  • Pflegefehler
  • Verwendung von unverträglichen Kosmetika, künstlichen Wimpern, Wimpernzangen oder Wimpern-Extensions

Für den Verlust der Wimpern kann sich also eine Vielzahl von Gründen verantwortlich zeigen. Nicht immer ist es einfach oder sofort ersichtlich, welche Ursache im individuellen Fall vorliegt. Einige Fragen können aber zumindest eine Orientierung bieten.

Die Ursache für den Wimpernverlust finden - Wichtige Fragen

Ursache fuer Wimpernverlust finden

Werden die Wimpern lichter und kürzer, ist zunächst genaues Hinschauen gefragt. Fallen sie wirklich aus und zeigen sich sogar schon deutliche Lücken im Wimpernkranz? Oder brechen die Wimpern ab? Dieser Unterschied und die Antworten auf die folgenden Punkte sind wichtige Hinweise auf die individuelle Ursache des Wimpernverlusts.

  1. Pflege und Kosmetika: Kommen täglich Mascara und Wimpernzange zum Einsatz? Wird beim Entfernen des Make ups stark an den Augen gerieben oder wird das Abschminken hin und wieder vor dem Zubettgehen vergessen? Das stellt Belastungen für die Wimpern dar, die sie leichter abbrechen lassen oder auch einen beschleunigten Ausfall begünstigen können. Mit dem richtigen Vorgehen können die Wimpern jedoch geschont werden. Liegen Pflegefehler als Ursache von Ausfall oder Wimpernbruch vor, lassen sich diese also sehr einfach beheben.
  2. Erscheinungsbild der Haut, Haare und Körperbehaarung sowie Nägel: Brechen Haare und Nägel insgesamt schneller? Hat sich ihr Erscheinungsbild verändert? Kommt es auch an anderen Körperstellen zu Haarausfall? Derlei Anzeichen können sowohl Hinweise auf eine Erkrankung als auch auf einen Nährstoffmangel sein. Bei einem Arztbesuch zur Abklärung sollten weitere Symptome und die Dauer der Veränderungen erwähnt werden, um die Bandbreite der Ursachen einschränken zu können.
  3. Lebensweise und Ernährung: Rauchen, Trinken, Stress, Schlafmangel, unzureichende Bewegung und eine einseitige Ernährung können den Körper insgesamt schwächen. Wachstum, Regeneration und die allgemeine Gesundheit können eingeschränkt sein. Ein genauer Blick auf die eigene Lebensweise kann darüber Aufschluss bringen, ob Ernährung oder Stress als Gründe für den Wimpernverlust in Frage kommen.
  4. Medikamente und medizinische Behandlungen: Einige Medikamente aber beispielsweise auch Zahnbehandlungen oder andere medizinisch notwendige Eingriffe können unerwünschte Nebenwirkungen, wie Haarverlust nach sich ziehen. Diese sind nicht immer nur auf das Kopfhaar beschränkt, sondern können sich auch auf Körperbehaarung, Wimpern und Augenbrauen ausweiten. Das kann auch dann der Fall sein, wenn die Nebenwirkungen nicht ausdrücklich in der Packungsbeilage oder im Zuge der Aufklärung über mögliche Risiken erwähnt werden. Es bedarf jedoch der Abklärung. Gegebenenfalls kann ein Wechsel der Medikation erfolgen oder es können entsprechende Gegenmaßnahmen ergriffen werden, um den Wimpernverlust rückgängig zu machen.
  5. Hormonelle Veränderungen: Schwangerschaft, Wechseljahre aber auch krankhafte Veränderungen, beispielsweise eine Überfunktion der Schilddrüse, können zum vermehrten Ausfallen der Wimpern führen. Gegebenenfalls kann dieser Folge entgegengesteuert werden. Im Falle der Schilddrüsenüberfunktion verschwindet der Wimpernausfall in der Regel durch eine entsprechende Behandlung der Schilddrüse. Ohne Untersuchungen ist es jedoch nicht möglich, die richtige Therapie zu finden.
  6. Gesamtbefinden: Ständig schlapp und müde? Immer wieder Erkältungen oder andere Krankheitssymptome? Schnell außer Atem oder leicht reizbar? Änderungen im Verhalten und dem Wohlbefinden können für Ärzte wichtige Hinweise auf eine zugrundliegende Erkrankung sein und somit Aufschluss darüber geben, welche Untersuchungen angeraten sind. Sie können beispielsweise aber auch auf einen Mangel hindeuten oder dabei helfen, eine Allergie schneller zu erkennen.

Was tun, wenn die Wimpern weniger werden?

Die oben genannten Punkte sind eine erste Orientierung. Als Laie und ohne entsprechende Untersuchungen lässt sich jedoch wenig damit anfangen. Ist die Ursache für den Wimpernverlust ungeklärt und nicht eindeutig in einer übermäßigen beziehungsweise falschen Pflege zu finden, sollte daher unbedingt ein Arzt aufgesucht werden.

Gegebenenfalls kann der Grund einfach gefunden und behoben werden. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn die Ernährung den Körper nur unzureichend mit Nährstoffen versorgt.

In jedem Fall kann aber auch schon zuvor dazu beigesteuert werden, dass der Wimpernbruch und -ausfall nicht noch durch äußere Maßnahmen zunehmen. Ein schonender und sanfter Umgang, auch bei der Reinigung und der Verzicht auf Mascara, künstliche Wimpern und Extensions kann bereits helfen. Zudem können Wimpernseren verwendet werden, um eine gezielte Versorgung von außen sicherzustellen.

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