Creatin Produkte – die unterschiedlichen Arten in der Übersicht

Creatin Produkte unterschiedliche Arten

Bereits in unserem Test mit den 8 besten Creatin Produkten haben wir Ihnen aufgezeigt, wie vielseitig die Hersteller der Produkte das Creatin verarbeiten. Insgesamt existieren am Markt sechs verschiedene Varianten davon, welche sich vor allem hinsichtlich ihrer Zusammensetzung und der Art des Creatins selbst unterscheiden. Sie allesamt können getrost als "Creatin Produkte" bezeichnet werden, aber bei genauerem Hinsehen wird eben deutlich, dass doch kleine aber feine Unterschiede bestehen.

Unterschiede zwischen Creatin Produkten

Obwohl der Kern eines jeden Produkts das Creatin ist, zeigen die verschiedenen Arten deutliche Unterschiede bei einem Blick auf die Inhaltsstoffe, also der Zusammensetzung, und wie diese letztlich im menschlichen Körper reagiert, also der Wirkungsweise von dem Produkt.

Alle Creatin Produkte sind zur Steigerung der Kraft und zur Unterstützung beim Training geeignet. Es existieren aber objektiv betrachtet verschiedene Vor- und Nachteile, weshalb es durchaus interessant sein könnte, einmal ein anderes Produkt auszuprobieren.

Die verschiedenen Varianten der Creatin Verarbeitung und Zusammensetzung gliedern sich in diese Produkte:

  • Creatin Monohydrat
  • Creapure Creatin
  • Kre-Alkalyn
  • Kreatin Ethyl Ester
  • Kreatin AKG
  • Kreatin HCL

Nachfolgend möchten wir jedem einzelnen dieser Arten einmal einen eigenen Abschnitt widmen, damit Sie sich einen guten Überblick verschaffen können, welches der Produkte Sie für eine interessante Alternative halten - oder wenn Sie mehr über das Creatin Produkt lesen möchten, was Sie zum aktuellen Zeitpunkt vielleicht schon regelmäßig verwenden. Die jeweiligen Vor- und Nachteile der Arten werden im Zuge dessen natürlich ebenso näher beleuchtet.

unterschiedliche Creatin Arten fuer unterschiedliche Beduerfnisse

Creatin Monohydrat - der Klassiker unter den Creatin Produkten

Auch in unserem Test haben Sie viele Creatin Monohydrate Produkte ausfindig machen können. Das liegt daran, dass es diese Art von Creatin ist, die am Markt am weitesten verbreitet ist - gefolgt von dem Creapure Creatin, welches vor allem in Deutschland aufgrund seines ebenso deutschen Herstellers sehr beliebt ist.

Creatin Monohydrat wird immer in seiner reinen Form angeboten, vereinfacht ausgedrückt bedeutet die etwas schlacksige Bezeichnung also nichts anderes als "reines Kreatin". Es zeichnet sich durch eine sehr hohe Qualität aus, eben weil es rein ist und keine anderen Stoffe zum Strecken verwendet werden. Fragt man die meisten Experten und Fachleute, werden sie sicherlich Creatin Monohydrat empfehlen.

Diese Art des Creatins hat nämlich, obwohl sie eigentlich so simpel zusammensetzt ist, viele starke Vorteile:

  • ein unschlagbarer Preis
  • für Einsteiger ebenso gut geeignet wie für erfahrene Sportler
  • nachgewiesene, über Studien belegte Wirksamkeit

Die meisten Studien, die Sie in Verbindung zu Creatin Produkten lesen werden oder schon gelesen haben, widmen sich ebenfalls dem Creatin Monohydrat. Als reines Creatin ist diese Variante zugleich die Grundform des starken Wirkstoffs - ohne weiteren Schnickschnack, ohne Strecken und ohne Zusatzstoffe, die für Wechselwirkungen sorgen könnten.

Achtung: Natürlich können bei einem Creatin Monohydrat zwischen Herstellern ebenso Unterschiede bestehen. Speziell die Reinheit ist eine wichtige Variable. Sie sollten unbekannte Hersteller, bei denen es an Tests, Studien und/oder Erfahrungen anderer Kunden fehlt, vor allem als Anfänger lieber meiden. Geprüfte und renommierte Hersteller mit gutem Ruf erreichen eine Reinheit des Creatins von jenseits der 99%.

Gründe, von diesem Creatin Monohydrat abzuweichen, gibt es gar nicht einmal so viele. Meistens wünschen sich vor allem erfahrene Sportler einfach einmal ein anderes Produkt auszuprobieren, um so vielleicht noch die letzten Prozent Leistung beim Sport herauszukitzeln. Einige Sportler suchen indes lediglich Abwechslung oder vertrauen gezielt auf neuere Innovationen. Teilweise könnte eine Entscheidung gegen des Creatin Monohydrat auch in eventuell aufgetretenen Nebenwirkungen zu finden sein. Da bei diesem trotz seiner hohen Reinheit immer Abbaustoffe enthalten sind, sind es auch meist diese, die für unerwünschte Nebenwirkungen wie Durchfall oder Blähungen sorgen.

Creapure Creatin - das "Made in Germany" unter den Creatinen

In Deutschland ist Creapure Creatin ausgesprochen beliebt. Das ist kaum verwunderlich, denn es ist die einzige Form von Creatin Monohydrat, die in Deutschland hergestellt, verifiziert und überwacht wird. Somit müssen zugleich die hohen Anforderungen des Gesetzgebers ständig erfüllt werden. Deshalb können Sie sich bei jedem Produkt, wo Creapure Creatin eingesetzt wird, auch der hohen Qualität von diesem sicher sein.

Hergestellt wird Creapure von der Firma AlzChem. Es erreicht offiziellen Studien nach eine Reinheit von 99,8 Prozent, was es zugleich zum reinsten Creatin auf dem Markt gemessen an objektiven Labortests werden lässt. Bezeichnend für die Qualität ist zudem, dass sehr wenig Kreatinin enthalten ist. Trotz des ähnlichen Namens, ist dieses Produkt nicht mit Creatin selbst zu verwechseln. Kreatinin ist ein Abbauprodukt, welches vor allem für mögliche Nebenwirkungen wie Durchfälle verantwortlich ist. Je weniger Kreatinin enthalten ist, desto besser ist das also für das Creatin Produkt selbst.

Weiterhin kann das Creatin damit noch effizienter arbeiten und erreicht die Blutlaufbahn sowie anschließend die Muskeln schneller. Ein Nachteil hat das Ganze natürlich dennoch, denn eine so hohe Qualität schlägt sich zwangsweise im Preis nieder. Creapure ist deshalb immer etwas teurer als "namenloses" Creatin Monohydrat. Zudem lässt es nie Rückschlüsse auf das komplette Produkt eines Herstellers zu, da er das hochwertige Creapure mit anderen Zusatzstoffen selbst vermischen könnte.

Die Vorteile von Creapure sind demnach wie folgt:

  • höchste Qualität
  • produziert und kontrolliert in Deutschland
  • Abbauprodukte haben einen sehr geringen Anteil
  • dadurch reduziert sich die Wahrscheinlichkeit von Nebenwirkungen
  • noch ergiebiger und effizienter als die meisten namenlosen Creatin Stoffe

Kre-Alkalyn: Was steckt hinter diesem Creatin?

Die dritte Art im Bunde ist das Kre-Alkalyn. Mit dem komplizierten Namen findet man es wesentlich seltener am Markt als unsere zwei ersten Arten, vertreten ist es aber natürlich dennoch. Es handelt sich hierbei um ein Creatin Monohydrat (also ein reines Creatin), welches mit einem Säurepuffer versetzt wurde. Dieser Säurepuffer ist nach Meinung der Hersteller ein Garant für einen schnelleren Transport in die Muskeln und erhöht damit die Effektivität des Creatins.

Die Vorteile von Kre-Alkalyn gestalten sich wie folgt:

  • ein effektiver Transport des Creatins in die Muskeln
  • Nebenwirkungen treten nur selten auf/sind sehr unwahrscheinlich
  • vor allem während Diäten eine gute Alternative

Der Puffer, bestehend aus Natrium, verbessert den Säurewert (pH-Wert) von Creatin. Dadurch soll sichergestellt werden, dass das Creatin in bestmöglichem Zustand die Muskeln erreicht. Somit verbessert der Puffer die Stabilität vom Creatin, damit die Magensäure dieses nicht frühzeitig zersetzt, wodurch dann weniger Creatin in den Muskeln ankommen würde. Außerdem sorgt der veränderte pH-Wert dafür, dass viele Menschen dieses Kre-Alkalyn als verträglicher als reines Creatin ohne den Säurepuffer empfinden.

Bei Diäten spielt das Kre-Alkalyn alle seine Stärken auf ganzer Linie aus. Es lagert weniger Wasser ein, wodurch zwar die Leistung erneut gesteigert wird, sich jedoch Muskelmasse durch die Diät nicht so schnell verringert. Ebenfalls positiv bei einer Diät ist der Umstand, dass es im Regelfall als Kapsel verarbeitet kommt, wodurch keine weiteren Kilokalorien durch das Mischen mit Säften oder anderen Flüssigkeiten zustande kommen.

Creatin Ethyl Ester: Eine verbesserte Aufnahme dank Ethyl Ester?

Das Creatin Ethyl Ester werden Sie am Markt nicht so häufig finden, denn es gilt immer noch ein wenig als Rarität. Das liegt daran, dass es zwar vermeintlich einige Vorteile mit sich bringt, zugleich aber der Preis höher ausfällt. Außerdem hat das Creatin Ethyl Ester in den meisten Fällen eher einen unangenehmen Geschmack, was schon einmal zur Belastung werden kann, wenn man es ein- oder zweimal am Tag (und das über mehrere Wochen) einnimmt.

Der Geschmack ist also ganz klar ein Nachteil. Eine Überlegung wert ist Creatin Ethyl Ester meistens nur dann, wenn Sie auf andere Creatin Produkte nicht gut reagieren, also Nebenwirkungen haben. Zudem sollten Sie darauf achten, dass das Produkt entweder als Kapsel bestellt oder mit viel Saft als Pulver kombiniert wird. Bei Kapseln spielt der Geschmack keine große Rolle, weil diese nicht zerkaut, sondern im ganzen geschluckt werden. Bei einem Pulver hilft der Saft hingegen den unangenehmen Geschmack vom Creatin Ethyl Ester weitestgehend zu überdecken.

Vorteile vom Creatin Ethyl Ester sind:

  • eine Verbesserung der Creatin Aufnahme im Körper
  • Nebenwirkungen wie Durchfälle oder Blähungen sind nicht zu erwarten

Creatin AKG: Immer beliebter unter vielen erfahrenen Sportlern

AKG ist eine Säure, die in Verbindung mit dem Creatin viele Vorteile erzielen soll - darunter auch die noch effektivere Aufnahme vom Creatin. AKG steht kurz für "Alpha Ketoglutarat Säure". Selbige soll dafür verantwortlich sein, dass das Creatin in rasanter Geschwindigkeit die Muskelzellen erreicht und somit eine bestmögliche Effektivität des Nahrungsergänzungsmittels erzielt. Grund dafür ist der Umstand, dass die Säure verhindert, dass sich das Creatin auf dem Weg hin zu den Muskelzellen in Kreatinin verwandelt - wie bereits zuvor erwähnt, ist dieses Abbauprodukt nicht wünschenswert.

Zudem gibt es Meinungen, die AKG eine Stärkung vom Immunsystem nachsagen. Es fehlt an dieser Stelle aber an aussagekräftigen Studien, die dieses Argument wirklich unterstreichen würden. Dennoch sorgen die eben genannten Vorteile natürlich dafür, dass das AKG Creatin als sehr interessante Alternative zum klassischen Creatin erscheint. Viele erfahrene Sportler haben daher schon ihre eigenen Tests durchgeführt und neigen zu sehr positiven Ergebnissen. Nachteil ist hingegen, dass das AKG Creatin ein gutes Stück teurer als herkömmliches Creatin ist - für den schmalen Geldbeutel ist es daher nicht geeignet.

Die Vorteile sind:

  • eine effektive Aufnahme
  • Reduzierung der Abbauprodukte und damit auch der Nebenwirkungen
  • stärkt eventuell das Immunsystem des Menschen

Creatin HCL - Innovation trifft auf bewährten Stoff

Das Creatin ist ohne Überraschung auch bei der Abwandlung mit dem "HCL" das Fundament. Die Bezeichnung HCL steht kurz für Hydrochlorid, welches erneut die Transportfähigkeit von Creatin verbessern und somit die Effizienz optimieren soll. Damit macht Creatin HCL quasi das, was das eben erwähnte "AKG" ebenfalls tut - der Vorteil ist hingegen, dass es meist günstiger zu erwerben ist.

Das Creatin wird im Zuge dessen an eine Hydrochlorid-Gruppe gebunden, was wiederum Salze von organischen Basen mit Salzsäure sind. Dadurch wird das Creatin selbst noch löslicher, das HCL vermeidet also nervige Klumpenbildung. Außerdem kann es besser resorbiert, also vom Körper effizienter aufgenommen werden. (Quelle Researchgate)

Der Prozess des "Hydrochlorisierens" ist keinesfalls neu. Viele Arzneimittel nutzen ebenfalls HCL, um die Löslichkeit und Resorption zu verbessern. Ist bei einem Nicht-HCL-Mittel beides nämlich schlecht, führt das zu einer schlechteren Verträglichkeit. Deshalb werden Arzneimittel hydrochlorisiert, um beide Aspekte und damit die Verträglichkeit zu verbessern.

Gemessen an seiner Wirkung ordnen viele Experten das HCL zwischen dem klassischen Creatin Monohydrate und dem Creatin AKG ein. Es ist also effektiver als das reine Creatin ohne Zusatzstoffe, aber weniger effektiv als das sehr teure Creatin AKG - dafür aber auch wesentlich günstiger im Preis.

Vorteile von Creatin HCL:

  • sehr gute Verträglichkeit
  • eignet sich für Menschen bei denen Creatin Monohydrat nicht anschlägt
  • weniger Wassereinlagerungen, dadurch kein „Aufschwemmen“ des Körpers
  • einfachere Zubereitung dank einer verbesserten Löslichkeit

Fazit: Auf welches Creatin Produkt sollte die Entscheidung nun tatsächlich fallen?

fuer welche Creatin Art soll man sich entscheiden

Das lässt sich leider nur schwer pauschalisieren. Viele der Abwandlungen haben durchaus ihre Existenzberichtigung, vor allem beispielsweise HCL und AKG, da dank der Verbesserungen weniger Nebenwirkungen zu erwarten sind. Ob und in welchem Ausmaß das Creatin tatsächlich besser in die Muskelzellen transportiert wird, das bleiben die Mittel aber über unabhängige Studienbeweise schuldig, die bisher nicht existieren. Folglich bleibt Käufern nichts anderes übrig als auf die Aussagen des Herstellers zu vertrauen, der wiederum aber im Sinne hat das Produkt zu verkaufen - an Objektivität mangelt es also.

Generell ist vor allem Anfängern zu empfehlen, sich auf das Bewährte zu stützen: Das ist eben das reine Creatin Monohydrat beziehungsweise die deutsche Markenform Creapure davon. Creatin Monohydrate haben in allen Studien gute Wirkungen erzielt, sie sind demnach also ein bewiesenes Produkt, bei dem man als Käufer nicht blind den Werbeversprechen und Aussagen des Herstellers vertrauen muss. Creapure ist aufgrund seiner patentierten Herstellung in Deutschland nichts weiter als eine Form vom Creatin Monohydrat. Bei dieser Form können Sie sich sicher sein, dass sie in Deutschland produziert und überwacht wird - das sollte vor allem Einsteigern weitere Sicherheit geben.

Wenn Sie sich ein bisschen mit dem Creatin vertraut gemacht und schon Erfahrungen damit gesammelt haben, spricht natürlich nichts dagegen, wenn Sie einmal ein neues Produkt ausprobieren. Bedenken Sie aber, dass diese "Verbesserungen", wie die Hersteller sie beschreiben, immer kostspieliger sind als einfaches, reines Creatin. Ob der Aufpreis Ihnen mögliche, aber unbewiesene Verbesserungen wert ist, müssen Sie natürlich für sich selbst entscheiden.

Im Zweifelsfall sei noch einmal auf unseren Test der acht besten Creatin Produkte hingewiesen. Auch da haben wir uns vorwiegend auf Vertrautes fokussiert, bei denen die Wirksamkeit über Studien nachgewiesen werden kann. So schonen Sie nicht nur Ihren Geldbeutel, sondern können sich zugleich eines erwiesenen Produktes sicher sein.

Wenn Sie bei Creatin Monohydrat Nebenwirkungen wie Durchfälle oder Blähungen verspüren, sollten Sie immer erst einmal zum Creapure Creatin mit seiner unschlagbar hohen Reinheit greifen. Treten Nebenwirkungen noch immer auf, Sie möchten Creatin aber weiter einsetzen, könnten Sie sich näher mit Alternativen wie AKG oder HCL Creatinen beschäftigen!

Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini ist die Chefredakteurin von TrueHealth.org. Als leitende Journalistin hat sie nicht nur jahrzehntelange Erfahrungen in den Bereichen der ausführlichen Recherchen, Faktenprüfungen und Analysen sammeln können, sondern auch an wissenschaftlichen Texten arbeiten können, die ihr die nötige Expertise für qualitativ hochwertige Untersuchungen bescheren.

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