Was wissen Wissenschaftler über CBD? Die Studien im Überblick!

Medizinische Herstellerversprechen sind in der Welt der Nahrungsergänzungsmittel keine Seltenheit. Umso mehr ein Grund, sich einmal mit den harten Fakten über Cannabidiol zu beschäftigen. Selbstverständlich ging das vermeintliche Wundermittel an der Wissenschaft ebenfalls nicht vorbei - im Gegenteil sogar, denn die Forschungen an CBD begannen schon in den 70er-Jahren. Heute liegen viele aussagekräftige Studien vor, die dem Cannabidiol unterschiedliche positive Effekte beim Menschen (und sogar bei Tieren) attestieren.

Ein Blick in die Geschichte: So begann die Forschung an Cannabidiol

Die ersten Forschungen zu Cannabidiol begannen in den 1970er-Jahren. Das war, nachdem erste Forscher schon festgestellt hatten, dass das CBD im Gegensatz zum THC gar keine psychoaktive Wirkung entfaltet. Im gleichen Atemzug wurde eine noch wesentlich größere Entdeckung gemacht - nämlich die des Endocannabinoid-Systems (ECS). Forscher fanden heraus, dass sich dieses im Menschen befindet und damit von Natur aus schon existentielle Rezeptoren gegeben sind, die die Aufnahme von Cannabinoiden nicht nur begünstigen, sondern sie überhaupt erst ermöglichen.

Kaum überraschend war nun der Forschungsdrang bei vielen Wissenschaftlern geweckt, schließlich wollte man herausfinden, warum wir als Mensch so ein Endocannabinoid-System haben, während es zugleich Pflanzen gibt (den Hanf), welcher solche Cannabinoide beherbergt. In den 80er-Jahren war es vor allem ein Professor der Saint-Louis-Universität in Missouri, namentlich Allyn Howlett, der sich näher mit dem Cannabidiol beschäftigte und zugleich die Forschung am Endocannabinoid-System prägte.

Die zwei Rezeptoren CB1 und CB2 sind besonders wichtig, obwohl sich dieses ECS noch aus weiteren Rezeptoren zusammensetzt. Die beiden genannten Rezeptoren sind unter anderem verantwortlich für:

  • die Schmerzwahrnehmung
  • einige Emotionen wie Freude oder Trauer
  • eine geregelte Arbeit vom Immunsystem
  • Hunger und Müdigkeit
  • das Angstempfinden bei Lebewesen

Nun ist es mit Hinblick darauf nicht so überraschend, dass der menschliche Körper nicht nur ausschließlich mit extern zugeführten Cannabinoiden interagiert, sondern zugleich eigene davon produziert. Damit war gewissermaßen der Grundstein für weitere Forschungen gelegt, die in den kommenden Jahrzehnten folgen sollten und auch bis zum heutigen Jahr nicht weniger populär sind.

Ein Überblick: Wie Cannabidiol der Gesundheit etwas Gutes tut

Nachfolgend wollen wir uns einmal anschauen, was die Studien genau über CBD aussagen. Schließlich gibt es viele Versprechen, die zwischen Konsumenten und Herstellern kursieren und das Cannabidiol nicht selten als großes Wundermittel anpreisen. Ob es das wirklich ist, kann wohl noch nicht ganz eindeutig gesagt werden, denn "Wundermittel" ist ein durchaus großer Begriff. Fest steht aber definitiv, dass das Cannabidiol zahlreiche positive Wirkungen mit sich bringt und im Kampf sowie zur Behandlung vieler Erkrankungen und deren Symptome genutzt werden kann.

Die erste vorgestellte Studie widmet sich dem CBD allgemein und stammt vom Nova-Institut im deutschen Hürth. Hier wurde von den Autoren Kerstin Iffland und Franjo Grotenhermen festgestellt: (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC5569602/)

  • CBD ist sicher in der Anwendung
  • es besteht ein konkreter Bedarf für mehr CBD Studien
  • am häufigsten wird CBD zur Behandlung von Epilepsie und anderen psychologischen Erkrankungen erforscht
  • CBD kommt mit weniger Nebenwirkungen als viele chemisch basierte Medikamente aus
  • CBD kann als Nahrungsergänzungsmittel und ergänzende Therapie genutzt werden
  • am häufigsten festgestellte Nebenwirkungen sind Durchfall, Müdigkeit und eine Veränderung des Appetits

Die Studie liefert einen generellen Überblick über Cannabidiol. Im Zuge dessen wurde ein wichtiger Umstand festgestellt: CBD Produkte sind sicher in ihrer Anwendung und dürfen ergänzend als Nahrungsergänzungsmittel eingesetzt werden, ohne dass jemand dabei um seine eigene Gesundheit fürchten muss.

Bei Diabetes:

Weitere Studien beschäftigten sich mit Cannabidiol im Kampf gegen Typ 1 Diabetes. Hier stellten mehrere Wissenschaftler in unterschiedlichen Studien fest, dass das Cannabidiol die Entzündungswerte in der Bauchspeicheldrüse reduziert. Weiterhin kam eine Studie aus Portugal zu der Vermutung, CBD könnte zugleich einen Schutz gegen Typ 1 Diabetes offenbaren. (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/27767974 & https://content.iospress.com/articles/clinical-hemorheology-and-microcirculation/ch168021)

Bei Akne:

Akne ereilt viele Menschen nicht nur in ihrer Jugend, sondern bleibt teilweise ein Leben lang omnipräsent. Das kann zu einem reduzierten Selbstvertrauen führen, aber auch zu einem allgemeinen Unwohlsein, ausgelöst durch die Entzündungen auf der Haut. Im Jahr 2014 widmete sich eine Studie, die im Journal of Clinical Investigation veröffentlicht wurde, mit den Effekten von CBD bei Akne-Patienten. Die Studie impliziert, das CBD könnte behilflich sein, um Entzündungen unter der Haut einzudämmen, da es selbst eine antientzündliche Wirkung hat. Ebenso soll das CBD den Ausstoß von Talg reduzieren, welcher wiederum zu verstopften Poren und öliger Haut führt - beides gilt als Auslöser für spätere Pickel und andere Entzündungen. (Quelle: https://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4151231/)

Bei Panik- und Angstattacken:

Eine Studie untersuchte CBD in Verbindung mit Panik- und Angstattacken, sowohl in akuter als auch chronischer Form. Die zwei Forscher Vanessa P. Soares und Alline C. Campos kamen im Zuge dessen zu folgenden Schlüssen:

  • CBD löst keinen Gewöhnheitseffekt aus
  • es baut keine Toleranz gegen chemische Medikamente wie Anti-Depressiva auf
  • CBD kann sowohl bei Menschen als auch Tieren helfen Panik- und Angstattacken zu lindern
  • es kann als Alternative gegenüber chemischen Medikamenten eingesetzt werden

Widersprüchliche Studien in diesem Zusammenhang existieren jedoch ebenfalls, so beispielsweise von Autor Harriet de Wit (Quelle: https://psychiatry.uchicago.edu/directory/harriet-de-wit-phd). In einer gesonderten Studie wurde festgestellt, dass sich unter dem Einfluss von CBD keine emotionalen Ausschläge feststellen lassen - weder im positiven noch im negativen Sinne. Folglich sieht Harriet de Wit Cannabidiol nicht als geeignete Maßnahme an, um Panik- und Angstattacken unter Kontrolle zu bringen.

An diesem Beispiel lässt sich gut erkennen, wie unterschiedlich Studien und Forschungen ausfallen können. Der Fokus bei de Wit's Studie lag auf der emotionalen Reaktion gegenüber Mimik und Gestiken sowie im sozialen Umfeld.

Eine Studie, die noch nicht abgeschlossen ist, gehört hier ebenfalls erwähnt. Im Jahr 2017 wurde eine 5-jährige Finanzierung über 3,8 Millionen US-Dollar geleistet, bei der Wissenschaftlicher Cannabidiol als Alternative zu Opiaten untersuchen. Diese Studie verdient eine besondere Erwähnung, da sie die erste Langzeitstudie in diesem Zusammenhang ist und somit neue Maßstäbe bei Forschungen mit CBD generell setzen dürfte. (Quelle: https://www.einstein.yu.edu/news/releases/1260/first-long-term-study-on-medical-marijuanas-impact-on-opioid-use-for-pain/)

Bei Magen-/Darmbeschwerden und/oder Reizdarm-/Reizmagensyndrom:

Speziell das Reizdarmsyndrom wird in den vergangenen zwei Jahrzehnten immer häufiger von Ärzten beobachtet und ist mittlerweile zu einem kleinen Volksleiden avanciert. Mit dem ständigen Anstieg von Menschen, die an Reizdarm oder Reizmagen leiden, steht auch die Wissenschaft in der Schuld adäquate Lösungen dagegen zu erforschen. Im amerikanischen Colorado haben sich Forscher einmal die Wirkung von Cannabidiol in Zusammenhang mit diesen Magen-/Darmbeschwerden angesehen.

Sie kamen unter anderem zu folgenden Schlüssen:

  • klassische Therapiemaßnahmen schlagen wenig bis gar nicht an
  • oftmals bauen Menschen gegen klassische Therapien sehr schnell Toleranzen auf
  • das Endocannabinoid System (ESC) könnte bei Reizdarm und Reizmagen eine Rolle spielen
  • indem die Rezeptoren CB1 und CB2 beeinflusst werden, könnte eine antientzündliche Wirkung veranlasst werden
  • allein in den USA werden Gesundheitskosten p.a. von rund 6,3 Milliarden US-Dollar durch Reizdarm und Reizmagen verursacht

Die Studie könnte folglich einen Anlass dafür geben, die Wirkung von Cannabidiol einmal näher in Verbindung mit Magen-/Darmbeschwerden zu untersuchen. So besteht die Möglichkeit Menschen zu helfen, die auf die klassischen Therapien gar nicht ansprechen oder gegen diese bereits eine Toleranz aufgebaut haben.

Für alle, die noch mehr über das behandelnde und lindernde Potential von CBD Produkten erfahren möchten, hat das deutsche Ärzteblatt eine große Zusammenfassung auf der eigenen Webseite veröffentlicht, die hier eingesehen werden kann: https://www.aerzteblatt.de/archiv/127598/Das-therapeutische-Potenzial-von-Cannabis-und-Cannabinoiden.

In der Zusammenfassung werden bereits bekannte Studien einzelnen Erkrankungen zugeordnet und vorgestellt, um Interessenten von Cannabidiol ebenso wie Ärzte und medizinisches Personal darüber zu informieren, welche positiven Effekte das CBD beim Menschen auslösen könnte. Anhand der umfassenden Übersicht, deren komplette Auflistung diesen Artikel hier sprengen würde, lassen sich bereits gut die Bemühungen von Medizinern und Forschern erkennen.

CBD Produkte - vielversprechende alternative Behandlungsmöglichkeiten

CBD Produkte als Behandlungsmoeglichkeit

Obwohl die Studien, im Vergleich zu pharmazeutischen Erkenntnissen für ausgewählte chemische Wirkstoffe, noch nicht in so großer Zahl vorhanden sind, geben sie doch ein positives Bild ab. Viele Forscher haben in ihren Studien nennenswerte Effekte festgestellt oder konnten zumindest eine Reaktion dokumentieren, auf der nun bei weiteren Studien aufgebaut werden würde. Besonders die allgemeine Erkenntnis, dass das Cannabidiol keine nennenswerten negativen Effekte mit sich bringt, dürfte für Verbraucher interessant sein.

Achtung: Auch wenn Cannabidiol als ungefährlich gilt, sollten speziell Menschen mit einer dauerhaften Medikamenteneinnahme von starken chemischen Wirkstoffen zuvor Rücksprache mit dem behandelnden Arzt halten. Dieser kann nicht nur Anregungen geben, zugleich ist es für den Mediziner wichtig zu erfassen, wenn eine alternative Therapie eigenständig ausprobiert wird. So sind Sie immer auf der sicheren Seite!

Letztlich erlaubt dieser Umstand vielen Menschen, sich einmal mit CBD vertraut zu machen und die Produkte selber auszuprobieren. Sie sollten dem Cannabidiol und Ihrem Körper aber immer einige Wochen Zeit geben, um sich aneinander zu gewöhnen. Für den Einstieg in die Welt des Cannabidiols haben wir für Sie eine Liste der von uns empfohlenen CBD Produkte zusammengestellt. Mit diesen können Sie sich einer hohen Qualität ebenso sicher sein, wie einer THC-Freiheit und einer generell hohen Reinheit. Damit schaffen Sie eine ideale Grundlage, um positive Ergebnisse bei der Einnahme von Cannabidiol zu erzielen.

Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini ist die Chefredakteurin von TrueHealth.org. Als leitende Journalistin hat sie nicht nur jahrzehntelange Erfahrungen in den Bereichen der ausführlichen Recherchen, Faktenprüfungen und Analysen sammeln können, sondern auch an wissenschaftlichen Texten arbeiten können, die ihr die nötige Expertise für qualitativ hochwertige Untersuchungen bescheren.

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