Ashwagandha gegen Stress – Eine Adaptogenquelle der Extraklasse

Ashwagandha bei Stress als Adaptogen

Sicher fragen Sie sich, Adaptogene - was ist das eigentlich. Die knappe Antwort lautet: Bei Adaptogenen handelt es sich um Stresskiller aus der Natur. De facto werden spezielle Pflanzenwirkstoffe als Adaptogene bezeichnet, weil sie Sie dabei unterstützen können, mit Stress besser umzugehen, ihn zu minimieren und in zu kompensieren.

Im folgenden Artikel erfahren Sie nicht nur, wie das mithilfe von Adaptogenen funktioniert, sondern auch alles Wissenswerte rund um die Ashwagandha – eine Pflanze, die neben Ginseng und Rosenwurz, eine Adaptogenquelle der Extraklasse darstellt.

Wer unter chronischem Stress leidet und sich zu dieser Thematik weitergehend informiert, wird schnell feststellen, dass es sehr viele Menschen gibt, die dieses Leiden teilen. Folgt man einer Bundesdeutschen Studien, leidet nahezu jeder vierte Deutsche unter und zugleich an den Folgen chronischen Stresses. Problematisch gestaltet sich, dass es oftmals nicht so einfach ist, etwaige Stressoren zu minimieren oder im Idealfall sogar komplett zu eliminieren.

Chronischer Stress und Stressoren

In Bezug auf Stressoren wird zwischen externalen, internalen und psychischen Stressoren respektive Stressfaktoren differenziert.

Externale Stressoren

Durch den Begriff externale Stressoren werden Stressfaktoren bezeichnet, die von außen kommen und auf ein Individuum einwirken, ohne dass sie von diesem Individuum (überhaupt) beeinflusst werden können. Zu den externalen Stressoren gehören zum Beispiel Kälte, Hitze und Lärm, aber auch Nahrungsmangel, hohe berufliche und private Verantwortung sowohl für sich als auch für andere oder viele Termine etc. In der Regel fühlen sich externalen Stressoren ausgesetzten Personen überfordert, können sich aus ihrer Lage allerdings nicht befreien, denn sie können das Auftreten der Stressfaktoren nur sehr bedingt oder überhaupt nicht beeinflussen.

Die einzige Möglichkeit, um aus diesem Zirkelkreis wieder herauszukommen, ist ein präventives Einwirken auf die Gegebenheiten. Mit anderen Worten: Versuchen Sie sich ausreichen Zeit zu verschaffen, um sich zu erholen, strukturieren Sie Ihren Alltag und holen Sie sich – wenn es einfach zu viel für Sie wird – Hilfe von anderen Menschen.

Internale Stressoren

Durch den Terminus internale Stressoren werden Stressfaktoren bezeichnet, welche körpergebunden sind und gewissermaßen von innen heraus Stress hervorrufen. Als internale Stressoren gelten demnach chronische Krankheiten oder Verletzungen, Infektionen, Schmerzen aber auch eine schwache physische Verfassung, ein schwankender Hormonhaushalt sowie Allergien oder Lebensmittelunverträglichkeiten.

Vergegenwärtigt man sich die genannten internalen Stressfaktoren wird zugleich deutlich, dass es sich bei Stress nicht zwingend um ein Überforderungsgefühl handeln muss, das bewusst wahrgenommen wird. Vielmehr kann auch durch eine innere physische Überbeanspruchung – beispielsweise im Falle einer akuten Infektion – Stress entstehen, d.  h. Stresshormone werden ausgeschüttet. In der Regel macht sich diese Art der Belastung durch Erschöpfung, eine geringere Belastbarkeit sowie depressive Verstimmungen bemerkbar. Wichtig ist, dass Sie derartige Signale des Körpers ernst nehmen und versuchen die internalen Stressoren so gut wie möglich in den Griff zu bekommen.

Psychische Stressoren

Die Bezeichnung psychische Stressoren referiert auf all diejenigen Stressfaktoren, die aus den persönlichen Wahrnehmungen einer Person hinsichtlich ihrer individuellen Möglichkeiten und Fähigkeiten heraus entstehen. Entsprechend werden den physischen Stressfaktoren Lampenfieber und Prüfungsangst ebenso zugerechnet wie Sorgen, negative Gedanken und Zukunftsangst. Daneben zählen auch Perfektionismus, Ehrgeiz, Verlustangst und an sich selbst gestellte, allerdings kaum erfüllbare Erwartungen eine Rolle.

In der Regel treten physische Stressoren nicht losgelöst von anderen Stressfaktoren auf. Häufig sind sie durch ein Ereignis bedingt, welches zu einer Verstärkung oder der Auslösung von Überforderungsgefühlen und Angstgefühlen führt. Ein klassisches Beispiel hierfür ist die, durch den Verlust des Arbeitsplatzes hervorgerufene Angst vor der Zukunft. Zukunftsangst resultiert daneben auch häufig aus der Diagnose chronischer Krankheiten.

Zur Minderung von psychischen Stressoren ist es im Allgemeinen unerlässlich, dass die Betroffenen ihre ganze Lebenssituation miteinbeziehen und versuchen ihren Ängsten und Sorgen entgegenzuwirken. Da es sehr viele gestresste Menschen als sehr schwierig empfinden negative Emotionen dauerhaft in Schach zu halten, greifen Sie auf milde, pflanzliche Adaptogene wie sie beispielsweise in einem hochwertigen Ashwagandha Präparat enthalten sind, zurück. Welche Ashwagandha Nahrungsergänzungsmittel besonders zu empfehlen sind, erfahren Sie in unserem großen Ashwagandha Produkttest.

Körperliche Reaktionen auf Stress

Fakt ist, die körperliche Reaktion aus Stress hat sich im Laufe der Jahrtausende kaum verändert. Mit anderen Worten: Der menschliche Organismus reagiert auf Stress noch immer genauso wie er dies in der Steinzeit tat. Auf die Faktoren, die Stress im Körper auslösen, reagiert er mit einem Urinstinkt. In analogen Situationen wurde der Mensch durch diesen Urinstinkt früher zur Flucht mobilisiert oder in Situationen, in denen Gefahr drohte, zum Kampf bewegt. Nur durch derartige Reaktionen konnte oftmals ein Überleben sichergestellt werden. Noch immer, also auch heute, reagiert der menschliche Körper auf Stress in der gleichen Art und Weise.

Die koerperliche Reaktion auf Stress

Fühlen sich Menschen gestresst, werden zahlreiche Reaktionen im menschlichen Körper angestoßen. In jedem Fall wird das Sympathische Nervensystem intensiv stimuliert, und die Hormone Adrenalin, Noradrenalin und Cortisol werden ausgeschüttet. Zugleich werden Herz- und Atemfrequenz sowie der Puls erhöht.

Vergegenwärtigt man sich diese körperlichen Reaktionen, wird deutlich, dass Stresssituation für den Körper zweifelsohne eine herausfordernde Belastung darstellen. Wird der Stress zudem noch chronisch, wird der menschliche Organismus in einem dauerhaften Ausnahmezustand versetzt. Ein weiterer Aspekt ist, dass der menschliche Körper deutlich mehr Energie aufwenden muss, um diesen dauerhaften Zustand von erhöhter Bereitschaft aufrecht zu erhalten und ihm gerecht zu werden.

Durch diesen dauerhaft bestehenden Ausnahmezustand wird der Körper geschwächt und es kommt zur Störung anderweitiger Regulationsprozesse, die auch als Homöostase bezeichnet werden. Infolge werden Sie anfälliger für Infektionen, sie haben Schwierigkeiten sich adäquat zu konzentrieren und Ihr Gedächtnis weist Lücken auf. Neben den genannten Auswirkungen gibt es noch zahlreiche weitere Stressreaktionen – und zwar sowohl auf die geistige Leistungsfähigkeit als auch das Verhalten.

Eine Studie des European Archives of Psychiatry and Clinical Neuroscience hat ergeben, dass aus einer dauerhaften respektive regelmäßigen Ausschüttung von Stresshormonen langfristig eine Verschlechterung des Wohlbefindens resultiert.

Problematisch ist, dass Betroffene in der Regel nicht in der Lage sind, ihre Situation zu ändern. In der Natur finden sich jedoch Wirkstoffe, die als Adaptogene bezeichnet werden und dem menschlichen Organismus dabei helfen, stressresistenter zu werden. Hierdurch wird zudem das Wohlbefinden verbessert. Worum es sich bei Adaptogenen genau handelt, erfahren Sie im Folgenden.

Adaptogene – Was ist das eigentlich?

Bei Adaptogenen handelt es sich um Pflanzenstoffe, die dafür sorgen, dass der menschliche Organismus weniger stressanfällig wird und in der Lage ist, sich in Stresssituationen besser anzupassen.

Die Bezeichnung Adaptogen wurde im Jahr 1947 von Nicolai Vasilevich Lazarev, einem Wissenschaftler aus Russland, geprägt. Abgeleitet ist der Begriff von englischen Verb to adapt was ins Deutsche übersetzt so viel bedeutet wie sich anpassen. Lazarev definierte Adaptogen folgendermaßen:

Ein Adaptogen dar nicht toxisch sein und sollte grundsätzlich nur sehr geringe, im Idealfall keine Nebenwirkungen aufweisen. Zudem sollte ein Adaptogen die Widerstandsfähigkeit des Organismus gegenüber Stressoren, und zwar irrelevant, ob diese physischer, biologischer pder chemischer Natur sind, erhöhen. Und schließlich sollte ein Adaptogen auf den gesamten Organismus einen ausgleichenden Effekt haben.

Mit anderen Worten: Adaptogene haben eine ganz spezielle Wirkungsweise, denn durch sie wird Ausgeglichenheit, eine Balance, ein Gleichgewicht (wieder) hergestellt. Dies geschieht dadurch, dass der Organismus befähigt wird, optimaler mit seiner Unausgeglichenheit, ja seinem Ungleichgewicht besser umzugehen. Als sehr wirksame Adaptogene, die oftmals auch als Superadaptogene bezeichnet werden, zählen unter anderem Jiaogulan, Cordyceps, Wilder Yams, Rhodiola und Maca.

Adaptogene in der indischen Heilkunst

Im Ayurveda, der traditionellen Heilkunst Indiens, wird den Wirkungen von Kräutern und Pflanzenstoffen bereits seit vielen Jahrtausenden eine große Bedeutung beigemessen. So ist im Ayurveda bekannt, dass adaptogene Pflanzen das aus der Balance geratene Gleichgewicht in der Homöostase des menschlichen Organismus reduziert. Anders ausgedrückt. Durch adaptogene Pflanzenwirkstoffe können Stress und damit auch dessen Folgen gemindert werden.

Mit dem Terminus Homöostase des Körpers werden differente Prozesse zur Regulierung wie beispielsweise die Regulierung des Hormonhaushaltes, der Körpertemperatur, des pH-Wertes und des Kreislaufs bezeichnet. Dabei erfolgt die Regulation der genannten Körpersysteme durch differente Faktoren. Auch der menschliche Hormonhaushalt bzw. die Hormone sind für die Regulation der genannten Systeme verantwortlich. Exakt an diesem Punkt hat chronischer Stress eine enorme Bedeutung: Denn kommt es zum Entstehen von Stress, gerät der Hormonhaushalt des Menschen aus dem Gleichgewicht, infolge kommt es zu einer Störung der Homöostase Hier wiederum kommen adaptogene Pflanzen in Spiel, denn durch die Einnahme von Adaptogenen können Sie Ihren Körper dabei unterstützen, stressresistenter zu werden und eine intakte Homöostase (wieder)aufzubauen. In der indischen Heilkunst ist bekannt, dass bestimmte Pflanzen mehr und andere weniger Adaptogene enthalten. Im Folgenden wird auf die Ashwagandha, eine der Pflanzen, die als stark adaptogen beschrieben werden kann, näher eingegangen.

Ashwagandha – Das Wichtigste in Kürze

Ashwagandha Pulver und Kapseln

Im Ayurveda kommt der Ashwagandha seit jeher eine enorme Bedeutung zu. Dabei sind die Einsatzbereiche der Heilpflanze breit gefächert und reichen von Erektionsstörungen über Schlafprobleme bis hin zur Minderung chronischen Stresses. Insgesamt gilt die Ashwagandha als ein sehr effektives natürliches Heilmittel.

Für die Ashwagandha Pflanze gibt es noch zahlreiche weitere Bezeichnungen wie beispielsweise der wissenschaftliche lateinische Name Withania somnifera, eher volkstümliche Bezeichnungen wie indischer Ginseng oder aber populäre Namen wie Winterkirsche und Schlafbeere. Die Ashwagandha kann in verschiedenen Darreichungsformen wie etwa Pulver und Kapseln sowohl als Heilpflanze als auch als Aphrodisiakum, als Narkotikum und nicht zuletzt als Rauschmittel verwendet werden.

Interessant und der Klassifikation der Ashwagandha als Adaptogenquelle der Extraklasse zuträglich ist die Tatsache, dass die Pflanze der Gruppe der adaptogenen Gewächse zugerechnet wird. Dass dieser Art zugehörige Pflanzen für eine höhere Stressresistenz sorgen, wurde bereits erläutert.

Allerdings kann die Pflanze auch angewendet werden, um chronischen Stress an sich zu minimieren, denn durch ihre Wirkstoffe werden beispielsweise internale Stressoren wie Schlafstörungen minimiert.

Dieser internale Stressfaktor, nämlich Probleme beim Einschlafen und beim Durchschlafen ist in Deutschland sehr weit verbreitet. So besagen statistische Erhebungen, dass in Deutschland etwa 47 Prozent der Befragten in der Altersgruppe von 18 bis 29 Jahren Schwierigkeiten beim Einschlafen hat. Zudem gaben ebenfalls 47 Prozent, allerdings der Altersgruppe der 30- bis 47jährigen Personen an, schlecht durchschlafen zu können. Problematisch ist, dass zahlreiche der Menschen, die unter Schlafstörungen leiden, letztlich auf ein pharmazeutisches Medikament zurückgreifen. Dass auch natürliche Präparate Abhilfe schaffen können, ist im Ayurveda bereits seit Jahrtausenden bekannt. So nutzt man in Indien die Ashwagandha – und zwar sowohl als natürliches Schlaf- als auch als Heilmittel und als Narkotikum.

Da die Ashwagandha ein sehr breit gefächertes Einsatzgebiet aufweist, werden wir im Folgenden lediglich einige der zahlreichen Wirkungsweisen der Pflanze vorstellen und Anmerkungen dazu machen, wie Sie die Pflanze bzw. die aus ihr gewonnenen Ashwagandha Präparate adäquat anwenden.

Ashwagandha – Inhaltsstoffe & Anwendungsgebiete

Bei der Ashwagandha handelt es sich um eine Pflanze, die leuchtend rote Früchte trägt – hierdurch ist zweifelsohne ihr deutscher Name, nämlich Winterkirsche motiviert. Ins Deutsche übersetzt bedeutet die Bezeichnung Ashwagandha so viel wie Geruch des Pferdes, wobei dieser Name sowohl auf den strengen Geruch als auch die stärkende Wirkung der Ashwagandha hinweisen soll.

Die Beeren der Pflanze weisen einen eher bitteren Geschmack auf, hierin mag der Grund liegen, warum die Früchte nur sehr selten in einem rohen Zustand verzehrt werden. In Indien ist es üblich, die Beeren in Milch aufzukochen, das Gemisch mit Pfeffer und Rohrzucker zu würzen und warm zu trinken. In der Regel werden jedoch nicht die Beeren, sondern vorrangig die Blätter und die Wurzeln der Pflanzen verwendet, verarbeitet und dann konsumiert.

Ashwagandha enthält wertvolle Inhaltsstoffe

Wissenschaftlich belegt ist, dass die in der Pflanze enthaltene Wirkstoffkombination in ihrer Konzentration analog zum Alter der Pflanze steigt. Aus diesem Grund werden für Präparate, die eine hohe Konzentration an Wirkstoffen aufweisen sollen, vor allem ältere Ashwagandha-Exemplare verwendet. In der Ashwagandha sind Withanolide und Alkaloide enthalten.

Bei Alkaloiden handelt es sich um natürliche, stickstoffhaltige organische Verbindungen aus dem Sekundärstoffwechsel, wobei die meisten Alkaloide von den Aminosäuren abgeleitet werden und als echte Alkaloide bekannt sind.

Nimmt eine Person zu viele Alkaloide zu sich, d.  h. werden sie überdosiert, kommt es zu charakteristischen Vergiftungsbildern. Typische Symptome sind neben Schwindel, Brechreiz und Durchfall auch Bewusstseinsstörungen und Bauchschmerzen sowie entweder erweiterte oder verengte Pupillen.

Die Ashwagandha enthält im Allgemeinen nur wenige differente Inhaltsstoffe, allerdings sind die meisten von ihnen sehr wertvoll. Die in der Pflanze enthaltenen Alkaloide sind die Folgenden:

  • Nicotin
  • Anaferin
  • Tropin
  • Anahygrin
  • Cuscohygrin
  • Withasomnin

Von besonderer Bedeutung ist, dass die Ashwagandha Substanzen aus der Stoffgruppe der Withanolide enthält, denn diese haben auf dem menschlichen Organismus eine heilende Wirkung. Bei diesen handelt es sich beispielsweise um Withaferin A, Withasomniferanolid und Somniferanolid

Vor allem dem Stoff Withaferin A wird eine heilende Wirkung zugeschrieben. So zeigten Studien, dass durch den Stoff unter Adipositas leidende Personen eine Unterstützung beim Abnehmen erhielten. Es konnte eine höhere Empfindlichkeit des Proteohormons Leptin festgestellt werden. Dieses ist wiederum am Fettstoffwechsel beteiligt und kann das Entstehen von Hungergefühlen mindern.

Kommt es bei einem gesunden Menschen zur Erhöhung des Leptin-Spiegels, wird das Hungergefühl minimiert. Da bei Menschen mit Adipositas dieser Mechanismus fehlerhaft ist, kann mithilfe des Wirkstoffes Withaferin A entgegengewirkt werden.

Darüber hinaus wurde festgestellt, dass Withaferin A zu einer Verbesserung der Leberwerte – und zwar auch bei Fettleber – führen kann und durch den Wirkstoff eine Optimierung des Glukose-Stoffwechsels erreicht werden kann.

Ashwagandha kann Stress minimieren

Ashwagandha kann Stress minimieren

Dass in der Pflanze adaptogene Wirkstoffe enthalten sind, steht mittlerweile außer Frage. Dies ist ein Grund, warum es sich bei der Winterkirsche um eine der wichtigsten ayurvedischen Heilpflanzen handelt. Ihr wird in der traditionellen Medizin sogar eine so große Bedeutung beigemessen, wie dem Ginseng in der chinesischen Medizin. Sollten Sie sehr stressanfällig sein, ist die Einnahme eines Ashwagandha Präparats eine Möglichkeit, um Ihre Stressresistenz effektiv zu stärken.

So sorgen die in der Ashwagandha Pflanze enthaltenen Adaptogene dafür, dass sich der Körper besser an Stresssituationen anpassen kann und eine höhere Resistenz gegen Stressoren – und zwar ganz gleich, welcher Art – aufbaut. Die in der Pflanze enthaltenen Adaptogene sind, dies besagen zumindest die Erfahrungen zahlreicher Verbraucher, sehr gutverträglich und es kommt nur sehr selten zu Nebenwirkungen wie beispielsweise Übelkeit oder Kopfschmerzen.

Entscheiden Sie sich also für eine regelmäßige Einnahme eines Ashwagandha Pulvers oder von Ashwagandha Kapseln kann dies zu einer Stärkung Ihrer inneren Ruhe, ja Ihres inneren Gleichgewichts führen. Aus differenten Studien geht hervor, dass durch die Einnahme von Ashwagandha Extrakt Erkrankungen und Störungen wie Angstzustände, Panikattacken sowie weitere stressbedingte Erkrankungen eine positive Beeinflussung erfahren können. Im Zuge von indischen Studien wurde sogar belegt, dass die Ashwagandha eine ebensolche Wirkung aufweist, wie ein pharmazeutisches Antidepressivum bzw. wie ein pharmazeutisches Beruhigungsmittel.

Und letztlich ist in Bezug auf die Ashwagandha Wirksamkeit gegen Stress anzumerken, dass durch eine regelmäßige Einnahme das Vorkommen von Cortisol, d.  h. des menschlichen Stresshormons, deutlich verringert wird. De facto können zahlreiche Stresseffekte auf eine erhöhte Cortisol-Konzentration zurückgeführt werden.

Ashwagandha dient als Potenzmittel

Ashwagandha als Potenzmittel

In der traditionellen indischen Heilkunst ist bereits seit Jahrtausenden bekannt, dass die Inhaltsstoffe der Ashwagandha auch eine positive Wirkung auf die Potenz des Mannes haben. Vice versa ist es möglich Ashwagandha auch bei Frauen anzuwenden, allerdings dient es beim weiblichen Geschlecht vorrangig als Aphrodisiakum.

Zahlreiche Überlieferungen besagen, dass aus der Ashwagandha bereits häufig Liebestränke hergestellt wurden, die bei der Frau stimulierende und bei dem Mann potenzfördernde Wirkung zeigten. Entsprechend spielt die Pflanze auch bei diversen tantrischen Ritualen eine bedeutende Rolle – hier nicht zuletzt, um die Erektionsdauer zu verlängern.

Interessant ist zudem, dass im Zuge einer Studie im Jahr 2013 in Indien eine Gruppe von unfruchtbaren Männern über einen Zeitraum von drei Monaten jeden Tag 5 Gramm Ashwagandha Extrakt zu sich genommen haben. Nach Abschluss konnten die Wissenschaftler in Bezug auf die Qualität und die Konzentration der Spermien einen signifikanten Anstieg verzeichnen. Demnach eignet sich die Ashwagandha ebenfalls ausgezeichnet zur Behandlung von geringer Fruchtbarkeit bzw. von Unfruchtbarkeit und kann die Chancen, ein Kind zu zeugen, zweifelsohne erhöhen.

Ashwagandha hilft gegen Schlafprobleme

Ashwaganndha bei Schlafproblemen

Dass die Einnahme von Ashwagandha Nahrungsergänzungsmitteln dazu führen kann, dass Sie besser einschlafen und auch entspannter und tiefer durchschlafen, haben wir bereits erörtert. Exakt aufgrund dieser Wirkweise hat die Pflanze auch den Beinahmen Schlafbeere erhalten. Dass die Ashwagandha zudem eine narkotisierende Wirkung hat, ist ebenfalls seit Jahrtausenden bekannt, denn Sie kam auch häufig als Rauschmittel zum Einsatz.

Wissenschaftler gehen davon aus, dass die Schlafprobleme dadurch minimiert werden, da die in der Pflanze enthaltenen Wirkstoffe das Stresshormon Cortisol um bis zu 26 Prozent verringern und zudem für einen niedrigeren Blutzuckerwert sorgen. Hieraus resultierte letztlich, so die Forscher, ein besseres Ein- und Durchschlafverhalten.

Ashwagandha lindert die Begleiterscheinungen bei Krebs

Ein weiteres Einsatzgebiet der Ashwagandha ist im Ayurveda die Linderung der Symptome bei Krebs. Betont werden muss diesbezüglich, dass die aus der Pflanze gewonnenen Präparate nicht verabreicht werden, um den Krebs zu heilen. Vielmehr dienen sie dazu, die negativen Begleiterscheinungen, die bei schulmedizinischen Krebsbehandlungen häufig auftreten, zu lindern.

Achtung: Damit keine Verwirrung in Bezug auf die gemachten Aussagen herrscht, wird an dieser Stelle noch einmal ganz explizit darauf hingewiesen, dass eine heilende Wirkung der Inhaltsstoffe der Ashwagandha bei Krebs nicht wissenschaftlich fundiert ist. Diesbezüglich liegen bis dato keine aussagekräftigen Studien vor!

Studien ergaben dagegen, dass es sich bei Ashwagandha um ein adäquates Mittel handelt, um bei Krebs auftretende Immunsuppression zu minimieren. Im Zuge selbiger kommt es zur Beeinträchtigung immunologischer Prozesse. Mit anderen Worten: Unterzieht sich ein Krebspatient einer schulmedizinischen Chemotherapie, kann die Gabe bzw. die Einnahme von Ashwagandha die durch die Chemotherapie entstehenden Beschwerden lindern und Müdigkeit sowie entstehendem Stress entgegenwirken.

Zudem ging aus einer malaysischen Studie hervor, dass Ashwagandha Präparate sich als begleitende Mittel zu einer Krebstherapie eignen und die Lebensqualität der Krebspatienten verbessert werden kann.

Ashwagandha stärkt die physische und psychische Leistungsfähigkeit

Ashwagandha staerkt physische und psychische Leistungsfaehigkeit

Bereits kurz angesprochen wurde, dass Ashwagandha die physische und die psychische Leistungsfähigkeit steigern kann. Dies zumindest fanden japanische Wissenschaftler heraus. Sie untersuchten die Wirkungen der Pflanze auf den Menschen, insbesondere auf dessen Gehirn und kamen zu dem Schluss, dass durch die enthaltenen Wirkstoffe Bestandteile von Nervenzellen teils sogar regeneriert werden können. Anders formuliert: Sie stellten fest, dass es zur Neubildung von Synapsen kam, was von außerordentlicher Relevanz für die weitere Demenzforschung ist.

Daneben hat die Gabe von Ashwagandha auch auf die sportliche Leistungsfähigkeit außerordentliche Wirkung. Dies ergab eine Studie an Sportlern, deren Leistungsfähigkeit durch die 8-wöchige Gabe von Ashwagandha noch einmal deutlich erhöht werden konnten. Möchten Sie ihre sportliche Leistung erhöhen und bessere Trainingserfolge erzielen, können Sie ebenfalls auf die Einnahme von Ashwagandha setzen. (Studie dazu)

Ashwagandha hat zahlreiche weitere Einsatzbereiche

Neben den bereits genannten Einsatzbereichen gibt es noch zahlreiche weitere Gebiete, auf denen die Ashwagandha bzw. aus der Pflanze gewonnene Präparate erfolgreich eingesetzt wurden. So gibt es zum Beispiel auch Ashwagandha Tinkturen und Ashwagandha Pasten, die äußerlich angewendet werden. Derartige Präparate werden sowohl aus den Wurzeln als auch den Blättern der Pflanze hergestellt und schaffen zum Beispiel bei Ödemen Abhilfe. Traditionell ist es darüber hinaus üblich, Ohrenschmerzen mit dem Saft der Ashwagandha zu behandeln. Hierbei wird der Saft einfach in das Ohr des Betroffenen geträufelt.

Anwendung finden Ashwagandha Produkte zudem bei altersbedingten Gebrechen, bei Schwindel oder aber zur Senkung des Cholesterinspiegels.

Ashwagandha Nahrungsergänzungsmittel: Dies sollten Sie beachten

Sie haben sich aufgrund der facettenreichen positiven Wirkungen der Ashwagandha dazu entschieden, selbst einmal ein Ashwagandha Präparat einzunehmen? Dann sollten Sie bei der Auswahl verschiede Faktoren berücksichtigen.

Ratsam ist es unter anderem, dass das Nahrungsergänzungsmittel eine Konzentration an Withanoliden aufweist, die mindestens 2,5 Prozent beträgt. Problematisch ist, dass der exakte Gehalt an Withanoliden nicht von allen Herstellern auch korrekt angegeben wird. Entscheiden Sie sich im Zweifelsfall also am besten für ein Produkt, bei dem diesbezüglich klare Aussagen gemacht werden.

Zudem haben Sie die Qual der Wahl in Bezug auf die Darreichungsform. Je nachdem, welche Problematik bzw. Erkrankung mit dem Ashwagandha Präparat behandelt werden soll, ist eine anderen Darreichungsform ratsam. Soll eine äußerliche Anwendung stattfinden, sollten Sie sich zweifelsohne für eine hochwertige Ashwagandha Tinktur entscheiden. Möchten Sie das Nahrungsergänzungsmittel dagegen gegen Stress einsetzen, so dass sich seine adaptogene Wirkung bestmöglich entfaltet, sollten Sie auf Ashwagandha Pulver oder Ashwagandha Kapseln setzten, die eine relativ hohe Dosierung aufweisen. Welche weiteren Kriterien beim Kauf des individuell passenden Ashwagandha Produktes von Bedeutung sind, erfahren Sie in unserem Buyers Guide.

Die Einnahme von Ashwagandha: Wissenswertes & mögliche Nebenwirkungen

Grundsätzlich wurden bis dato bei der Einnahme von Adaptogenen und damit auch von Ashwagandha Produkten nur wenige Nebenwirkungen beobachtet. Nichtsdestotrotz gibt es vereinzelte Erfahrungsberichte – dies können Sie zum Beispiel auch anhand der Ashwagandha-Konsumenten-Erfahrungen auf Amazon nachlesen – die besagen, dass es zu Nebenwirkungen wie Durchfall, Übelkeit oder Magenbeschwerden gekommen ist. Dabei resultieren die Nebenwirkungen meist aus der falschen Einnahme, der falschen Dosierung oder der Einnahme des individuell falschen Produktes.

Natürlich gibt es bei der Einnahme und dem Gebrauch von Ashwagandha Präparaten spezifische Aspekte zu beachten. Bei diesen handelt es sich um die Folgenden:

Achtung:

  • Schwangere und stillende Mütter sollten vor der Einnahme ihren Arzt konsultieren
  • Bewahren Sie die Ashwagandha Kapseln außerhalb der Reichweite von Kindern auf
  • Lagern Sie das Ashwagandha Produkt trocken und kühl
  • Überschreiten Sie nicht die maximal empfohlene tägliche Dosis
  • Das Präparat dient nicht als Ersatz für eine ausgewogene und abwechslungsreiche Ernährung

Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini (Chefredakteurin)

    Lucia Baldessarini ist die Chefredakteurin von TrueHealth.org. Als leitende Journalistin hat sie nicht nur jahrzehntelange Erfahrungen in den Bereichen der ausführlichen Recherchen, Faktenprüfungen und Analysen sammeln können, sondern auch an wissenschaftlichen Texten arbeiten können, die ihr die nötige Expertise für qualitativ hochwertige Untersuchungen bescheren.

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