Wimpernwachstum und Wimperpflege – 6 Tipps für gesunde Wimpern

Tipps fuer gesunde und lange Wimpern

So sehr sich das Schönheitsideal im Laufe der Zeit und abhängig von der Kultur auch ändert: Die Augen und Wimpern spielen in jedem Fall eine große Rolle. Vor allem Frauen wünschen sich oftmals lange und dichte Wimpern, für einen ausdrucksstarken Augenaufschlag. Und das natürlich am liebsten, ohne ständig Mascara oder künstliche Wimpern zu tragen.

Leider ist es jedoch häufig so, dass die Wimpern kurz sind und sogar noch abbrechen, vereinzelt stehen und hell - also insgesamt eher unauffällig sind. Selbst mit Mascara können sie nur bedingt verlängert und verdichtet werden. Das ist für viele Betroffene nicht nur ärgerlich, sondern schränkt auch die Schutzfunktion der Wimpern ein. Immerhin sollen diese Schmutz, Schweiß und Fremdkörper von den Augen fernhalten. Schwache und brüchige Wimpern schaffen das nur in geringem Maße. Mit der richtigen Pflege und dem Berücksichtigen unserer Tipps kann hier aber Abhilfe geschaffen werden.

Warum werden Wimpern dünner und kürzer?

Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene haben häufig sehr lange und geschwungene Wimpern. Sie stehen dicht und sind kräftig. Ebenso wie sich aber Haut, Kopfhaar und Körperbehaarung im Laufe des Lebens verändern, machen auch die Wimpern eine Wandlung durch. Bedingt durch hormonelle Veränderungen laufen einige Prozesse vermindert ab, die Haut wird dünner, die Versorgung von Haut und Haaren kann eingeschränkt werden.

Eine Folge davon ist, dass das Wachstum und die Beschaffenheit der Wimpern verändert wird. Sie werden dünner und brüchiger, wachsen schwächer und fallen schneller aus. Allerdings gibt es neben den normalen Alterungserscheinungen auch andere mögliche Gründe, warum sich die Wimpern verändern können. Zu diesen gehören:

  • Make up: Schon mal mit Make up ins Bett gegangen? Wird das Abschminken einmal vernachlässigt, ist das noch kein Problem. Wer aber regelmäßig geschminkt schläft, riskiert damit gleich verschiedene negative Folgen. So beispielsweise das Verstopfen der Poren und Follikel, Ablagerungen, Hautreizungen und beschleunigte Hautalterung durch beeinträchtigte Regeneration und das Abbrechen der Wimpern durch eintrocknende Mascara-Reste. 
  • mechanische Reize: Reiben, Kratzen, Zug auf den Wimpern – die mechanische Beeinträchtigung kann zum Abbrechen und beschleunigten Ausfallen der Wimpern führen. Wer sich immer wieder die Augen reibt oder ständig künstliche Wimpern direkt an den natürlichen Wimpern befestigt, riskiert damit, den Wimpernkranz immer weiter zu schädigen.
  • Nähr- und Vitalstoffmangel: Stehen dem Körper nicht ausreichend „Bausteine“ zur Verfügung, um gesunde, lange und kräftige Wimpern zu bilden, werden diese kurz, dünn und brüchig. Mangelernährung oder ein sehr einseitiger Speiseplan können also die Ursache für den schrumpfenden Wimpernkranz sein.
  • ungesunde Lebensweise: Rauchen und Alkohol, Bewegungsmangel und andere ungesunde Gewohnheiten können sich auf sehr viele Bereiche auswirken. Darunter auch Haut, Haare und Wimpern. Verminderte Durchblutung, eingeschränkte Versorgung und aufgenommene Schadstoffe mindern das Wachstum und können den Wimpernausfall beschleunigen und begünstigen. 
  • Erkrankungen: Manche Erkrankungen, wie beispielsweise Probleme mit der Schilddrüse, können dazu führen, dass vermehrt Haare und Wimpern ausgehen.
  • Nebenwirkung von Medikamenten: Die unerwünschten Nebenwirkungen einiger Medikamente können sich in beschleunigtem Haarverlust äußern und auch die Wimpern in Mitleidenschaft ziehen. 

Die Wachstumsphasen der Wimpern

Wachstumsphase der Wimpern

Um zu verstehen, was für das Wachstum der Wimpern wichtig ist und warum die richtige Pflege entscheidend sein kann, müssen zunächst die Lebensphasen der Wimpern bekannt sein. Bei diesen handelt es sich um:

  • anagene beziehungsweise Wachstumsphase
  • katagene beziehungsweise Übergangsphase
  • telogene beziehungsweise Ruhephase

Die Länge der einzelnen Phasen kann sich erheblich unterscheiden. Der gesamte Lebenszyklus der Wimpern kann etwa vier bis elf Monate betragen. Nach der telogenen Phase geht die Wimper aus und das Wachstum beginnt erneut. Die tägliche Wachstumsrate liegt zwischen 0,12 und 0,14 mm. Bevor die Gesamtlänge von bis zu 12 Millimetern erreicht ist, dauert es also eine Weile. Die Dauer bis zur sichtbaren und langen Wimper kann sogar noch länger ausfallen, wenn das Wachstum gestört oder vermindert ist.

Unsere Tipps können dabei helfen, die natürlichen Wachstumsprozesse zu begünstigen, Schäden abzuwenden beziehungsweise zu beheben und dadurch Stärke, Dichte und Optik des Wimpernkranzes zu begünstigen. Auch ein gutes Wimpernserum verhilft zu langen und dichten Wimpern.

6 Tipps für gesunde Wimpern

Tipp 1: Sei sanft zu Augen und Wimpern

Sanft Abschminken Augen und Wimpern

Schminken, Abschminken, Waschen, das Reiben der Augen - vielleicht sogar noch daran kratzen oder ziehen? Viele alltägliche Einflüsse stellen eine Belastung für die Haut und die Wimpern dar, werden jedoch nicht als solche erkannt. Ein sanfter und schonender Umgang mit den Wimpern ist jedoch entscheidend dafür, dass diese gesund, dicht und möglichst lang wachsen können.

Make-up und vor allem Mascara sollten auf ein Minimum begrenzt werden. Beim Waschen, Abschminken und selbst wenn es juckt, sollte keinesfalls mit Druck gerieben oder gar gekratzt werden. Besser sind leichtes Wischen und viel Spülen beim Waschen und Abschminken. Wer unter Allergien leidet oder häufiger Juckreiz an Augen und Lidern hat, sollte lieber kühlen als kratzen und zudem der Ursache auf den Grund gehen. Bei trockenen Augen kann beispielsweise der Verzicht auf Kontaktlinsen beziehungsweise ein Wechsel sowie befeuchtende Augentropfen helfen. Bei unklaren allergischen Symptomen bringen nur entsprechende Untersuchungen Licht ins Dunkel.

Tipp 2: Stell die Versorgung sicher

Gesund Ernaehrung fuer gesunde Wimpern

Ebenso wie das Haar sind die Wimpern auf die passende Versorgung und Pflege angewiesen - und zwar von außen und innen. Das beste Shampoo kann nichts bewirken, wenn die Nährstoffe zum Erhalt der Haare fehlen. Gleiches gilt für das Wimpernserum. Auch die besten Produkte können ihren vollen Effekt nicht entfalten, wenn die Wimpern durch die Ernährung von innen nicht ausreichend versorgt werden.

Der Speiseplan ist daher ein entscheidendes Kriterium für volle Wimpern. Ein breites Spektrum an Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen und den Makronährstoffen Eiweiße, Fette und Kohlenhydrate ist wichtig für die gesamte Gesundheit. Die Wimpern bilden da keine Ausnahme. Einige Nährstoffe sind für sie aber besonders förderlich. Darunter:

  • Calcium
  • Vitamin B3 (Niacin)
  • Vitamin C
  • Vitamin E
  • Vitamin H (Biotin)

Sie wirken allerdings oftmals nur dann richtig, wenn sie andere Mikro- und Makronährstoffe zur Verfügung haben. Entsprechende Nahrungsergänzungsmittel bringen also nichts, wenn weiterhin eine einseitige Ernährung oder gar eine Mangelernährung weiterverfolgt wird.

Stattdessen sollten viel Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kerne, Nüsse und Samen, Kräuter, gesunde Pflanzenöle aber wenig tierische Produkte auf dem Speiseplan stehen. Wer auf Fleisch, Fisch, Käse und Co. ohnehin verzichtet, sollte passende Alternativen finden. Bei Allergien oder Nahrungsmittelunverträglichkeiten kann eine entsprechende Ernährungsberatung sinnvoll sein. 

Tipp 3: Hautpflege für die Wimpern

Richtige Hautpflege fuer die Wimpern

Klingt komisch, ist aber so. Die Haut rund um den Wimpernkranz ist sehr dünn und empfindlich. Sie leidet schneller unter schädlichen Einflüssen, Schlafmangel und zu wenig Flüssigkeit. Leidet die Haut, wird auch die Versorgung der Wimpern beeinträchtigt. Dadurch können sie schlechter wachsen und schneller ausfallen.

Die passende Hautpflege kann also ebenfalls dazu beitragen, die Wimpern gesund, dicht und widerstandsfähig zu erhalten. Empfehlenswert zur Pflege der Augenlider sind spezielle Seren und sanfte Produkte, die auf die Versorgung der sensiblen Haut abgestimmt sind.

Tipp 4: Schadstoffe und Schmutz fernhalten

Schutzbrille vor UV Strahlung

Zigarettenqualm, Abgase, abgelaufene Augentropfen oder Kontaktlinsenlösung und selbst Staub oder Späne können den Augen und Wimpern zu schaffen machen. Daher sollten die folgenden Schutzmaßnahmen gelten:

  • beim Heimwerken Schutzbrille tragen
  • Augen und Wimpern durch eine Sonnenbrille vor UV-Strahlung bewahren
  • Medikamente, Kontaktlinsenlösung und Kosmetika nicht nach Ablauf des Haltbarkeitsdatums verwenden
  • nicht mit ungewaschenen Händen an den Augen reiben
  • Räume gut lüften

Tipp 5: Vorsicht bei Chemikalien

Vorsicht vor Allergien und Chemikalien bei Augen

Die Wimpern selbst sind zum Schutz der Augen da - in manchen Fällen können sie diese Schutzfunktion nicht mehr aufrechterhalten, da sie selbst belastet sind. Das ist beispielsweise dann der Fall, wenn sie (wiederholt) mit potentiell toxischen oder reizenden Mitteln gefärbt werden.

Daher sollte bei jedwedem Produkt, das in die Nähe der Augen gebracht wird, zunächst die Verträglichkeit überprüft werden. Auch Mascara und Lidschatten gilt dieser Grundsatz. Gerade empfindliche Menschen sollten sehr genau auf die Inhaltsstoffe achten oder einen individuellen Allergietest durchführen - beispielsweise, in dem das Mittel in die Armbeuge gegeben wird.

Tipp 6: Vorsicht vor Gewichten

Mascara ist schwer fuer die Augen

Mascara und künstliche Wimpern sind für viele Menschen nahezu alltäglich. Sie betonen die Augen, verlängern und verdunkeln die Wimpern und lassen die Wimpernkränze dichter erscheinen. Gerade bei hellen und kurzen Wimpern werden sie daher vermehrt getragen. Aber auch, wenn die Umrahmung der Augen bereits beeindruckend ist, kommen sie gerne zum Einsatz. Das ist verständlich. Auf Dauer und bei sehr häufiger Verwendung können Mascara und falsche Wimpern die echten Wimpern jedoch schädigen, wie Studien und Erfahrungsberichte zeigen.

Den Augen und Wimpern sollte daher öfter Zeit zum atmen und Freiheit von Make-up oder anderen kosmetischen Hilfsmitteln gegönnt werden. Das gilt beispielsweise auch für die Wimpernzange, Schmucksteinchen, Glitter und Co. Werden derartige Mittel eingesetzt, sollte zusätzlich auf die folgenden Punkte geachtet werden:

  • Tragedauer begrenzen
  • vorsichtig und richtig auftragen beziehungsweise anbringen
  • sanft ablösen und dafür richtigen Mittel verwenden, beispielsweise spezielle Entferner für wasserfesten Mascara

Bei Beschwerden, wie Juckreiz, einem Schweregefühl der Augenlider, Schwellungen, Rötungen oder Ausschlag sollten die Kosmetika umgehend vorsichtig abgelöst und auf das Tragen verzichtet werden. Eventuell besteht eine Allergie gegen das Make up selbst oder gegen die Mittel, die zur Entfernung eingesetzt werden. Ein Allergietest und ein anschließender Wechsel können Abhilfe schaffen.

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